Große Pläne für „Berggericht“: Hoffen auf mehr Hauben in Kitzbühel

Der Investor Peter Löw will dem „Berggericht“ und damit der Kitzbüheler Innenstadt kulinarisch neues Leben einhauchen.

Der Spitzenkoch Heinz Hanner und Investor Peter Löw haben große Pläne mit dem „Berggericht“ in der Kitzbüheler Innenstadt.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel – „Ich glaube, dass nur die wenigsten wissen, welche Bedeutung dieses Haus hatte“, sagt Peter Löw bei einer Besichtigung des „Alten Finanzamtes“ in Kitzbühel. Der Unternehmer aus Bayern hatte das Gebäude im Kitzbüheler Stadtzentrum im Jahr 2012 um gut elf Millionen gekauft. Danach wurde es saniert und nun soll es der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Neben dem bereits geöffneten Geschäft folgt im Dezember ein Restaurant mit dem Namen „Berggericht“, womit man sich an die frühere Nutzung des Gebäudes anlehnt.

Das Gebäude war in sehr schlechtem Zustand, als Löw es kaufte. Inzwischen ist es wieder ein edles Stadthaus. Wie viel auch noch die Sanierung gekostet hat, will Löw nicht im Detail beantworten, nur so viel: „Ein paar Millionen hat das schon noch mal gekostet.“ Die Ziele mit dem neuen Restaurant sind ehrgeizig. „Es fehlt in Kitzbühel an Spitzengastronomie. Das Berggericht soll deshalb ein Sternelokal werden“, gibt Löw die Richtung vor. Um diese Pläne umzusetzen, hat er sich den ehemaligen Drei-Hauben-Koch Heinz Hanner als Senior Consultant an die Seite geholt. Er soll nicht nur die Gastronomie im „Berggericht“ an die Spitze bringen, sondern auch die weiteren Gastronomie-Projekte Löws, die in seinen „European Heritage Projects“ untergebracht sind.

„Wir wollen Gastronomie auf Spitzenniveau bieten, aber das zu einem leistbaren Preis“, betont Hanner bei seinem Besuch in Kitzbühel. In das Konzept ist auch das zweite Gebäude, welches Löw in der Kitzbüheler Innenstadt gekauft hat, mit eingebunden. Das Lacknerhaus direkt neben dem „Alten Finanzamt“ wird derzeit noch saniert. „Das Gebäude war in einem noch schlechteren Zustand als das Alte Finanzamt“, schildert Löw. Bewusst wird bei der Sanierung des Gebäudes auf den Einbau eines Lifts statt des kleinen Innenhofes verzichtet. „Wir wollen das Gebäude in seinem ursprünglichen Zustand erhalten“, sagt Löw.

Im Parterre des Lacknerhauses wird es auch kulinarisch. Geplant ist ein Feinkostladen, in dem Kleinigkeiten gegessen werden können. Abgerundet wird das Angebot dann mit einem Gastgarten, in dem Gäste Köstlichkeiten aus der ganzen Welt verspeisen können.

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