26 Gegentreffern in sechs Spielen: Giftige Innsbrucker Haie müssen sich sammeln

Nach dem 1:6 gegen Wien, 26 Gegentreffern in sechs Spielen und Härteeinlagen herrscht bei den Haien viel Klärungsbedarf.

Schaut recht freundlich, ist bislang aber richtig „böse“ – HCI-Angreifer Braden Christoffer (l.) geht niemandem aus dem Weg.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Das jüngste und zugleich unerfahrenste Trainer-Duo der ICE Hockey League, das HCI-Gespann Mitch O’Keefe (36) und Florian Pedevilla (33), musste am Montag beim Vorstand zum Rapport. „Wir wollen hören, wie sie das alles sehen“, merkte Haie-Obmann Günther Hanschitz an, um gleich hinterherzuschicken: „Wir stärken ihnen den Rücken und wollen gemeinsam wachsen.“

Am Eis glänzen die Haie nur ansatzweise. Denn das sensationelle Schlussdrittel in Graz (5:0) folgte wohlgemerkt auf einen 0:7-Rückstand und beim bärenstarken Start gegen die Vienna Capitals starb man am Sonntag im ersten Abschnitt den Chancentod. Und in der Folge ließ man sich mit billigen Kontern und unnötigen Strafen wieder zu leicht auseinanderdividieren.

„Es ist generell unnötig, wie undiszipliniert wir spielen. So bringen wir uns um jede Ernte“, kritisierte Hanschitz. Die „Bad Boys“ der Liga, Braden Christoffer, der zuletzt ja schon zwei Spiele gesperrt war, und Felix Girard (Matchstrafe), kommen nach Ansicht der Videobilder offenbar ohne Sperre davon, weil der Strafsensat sowohl den Check von Christoffer als auch den „Kopfstoß“ von Girard anders sah als das Schiedsrichtergespann. Gegen Tabellenführer Salzburg können sich die Haie am Freitag keine Ausfälle leisten.

Im Powerplay (vorletzter Platz mit 8,8 Prozent) fehlt den Haien bislang ein Professor, wie es einst ein Andrew Clark oder John Lammers war. Und in Unterzahl im Penaltykilling (letzter Platz mit 66,7 %) tauchen die Haie im Ligaschnitt weit ab. Das macht dann in Summe 26 Gegentreffer und eröffnet bei eigentlich guter Torhüterbesetzung mit Tom McCollum (nur noch 83,3 % Fangquote) und Rene Swette (89,5 %) früh wieder die leidige Goalie-Diskussion. Die HCI-Schlussmänner werden aber viel zu oft allein gelassen. Diszipliniertes Zusammenrücken ist jetzt angesagt.


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