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Das vergessene Tal: Reisewarnung für Hinterriß im Karwendel katastrophal

Die Bemühungen, die Reisewarnung für die Hinterriß als Ortsteil von Vomp aufzuheben, sind groß. Nun interveniert auch der TVB. Doch die Hoffnung der Anwohner schwindet.

Der große Ahornboden in der Eng ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Reisewarnung machte vielen einen Strich durch die Rechnung.
© Naturpark Karwendel

Von Eva-Maria Fankhauser

Hinterriß – Für die Bewohner der Hinterriß war es wie ein Schlag ins Gesicht, als die Reisewarnung für Tirol seitens Deutschlands ausgesprochen wurde. „Wir waren bis 20. Oktober ausgebucht. Aber das änderte sich schlagartig. Zwei Tage nach der Reisewarnung wurde alles storniert – das ganze Haus leer“, schildert Manfred Reindl. Er ist Hotelbetreiber und Ortsvorsteher in der Hinterriß.

Er war es auch, der zu Beginn der Corona-Krise alle Hebel in Bewegung setzte, damit der Hinterrißer wieder Anschluss an Tirol hatten. Denn während des Lockdowns gab es zwar für einige Enklaven eine Ausnahmeregelung – wie etwa in Jungholz – das galt aber nicht für die Hinterriß. Die Straße nach Achenkirch wurde in Bayern gesperrt. Nur mit einem riesigen Umweg war der Weg in die Heimat noch möglich. „Und jetzt hat man uns wieder vergessen“, sagt Reindl kopfschüttelnd.

Das Problem sei, dass die Hinterriß als Ortsteil von Vomp nicht mitgedacht werde. „Bei den anderen Tiroler Gemeinden ist das anderes, da trifft es den ganzen Ort. Aber nur für eine Region geht das scheinbar nicht“, sagt Reindl im TT-Gespräch. Er habe bereits versucht, mit Hilfe der Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft Schwaz zu intervenieren. Erfolglos.

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