Begegnungszone in Westendorf auf die lange Bank geschoben

Ein Mobilitätskonzept schlägt für die Gemeinde Westendorf eine Begegnungszone vor. Doch die stößt auf wenig Begeisterung.

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Von Harald Angerer

Westendorf – „Einmal probiere ich es noch, weil ich überzeugt bin, dass es das Richtige ist für Westendorf“, sagte Gemeinderätin Christine Schermer (WIR) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Westendorf. Die Obfrau spricht damit eine Begegnungszone im Westendorfer Zentrum an. Eine solche wurde im Mobilitätskonzept, welches von der Gemeinde bereits vor eineinhalb Jahren mit Einbindung der Bevölkerung ausgearbeitet wurde, vorgeschlagen. So sollten die drei Straßen im Ortszentrum verkehrsberuhigt werden.

Seither ist es allerdings ruhig geworden um das Konzept im Allgemeinen und um die Begegnungszone im Speziellen. Nun startet Schermer einen neuen Anlauf, um einige Punkte aus dem Konzept umzusetzten, wie etwa eine Radverbindung zur südlichen Seite des Bahnhofs, aber auch eine verbesserte Verbindung für Radfahrer in die hintere Windau, eine Temporegelung für die Straße nach Bichling und auch eine Verringerung der Geschwindigkeit auf der Windauer Ladenstraße bis zum Fußballplatz. „Eigentlich hätte ich gerne einen Grundsatzbeschluss zur Begegnungszone gehabt“, sagt Schermer. Einen solchen gab es allerdings nicht, sondern eher verhaltene Ablehnung von den anderen Listen im Gemeinderat.

„Wir haben viel umzusetzen in den kommenden Jahren, ich sehe die Begegnungszone in den nächsten Jahren als nicht zu stemmen“, sagt etwa Roland Treichl (Aufwind). Auch Vizebürgermeister Walter Leitner-Hölzl (AAB) übt sich in Zurückhaltung: „Wir brauchen zuerst Zahlen, wir müssen wissen, was das kostet.“ In dasselbe Horn stößt sein Listenkollege GR Klaus Hölzl: „Erst müssen wir wissen, was das kostet, und dann erst können wir uns überlegen, ob wir das wollen.“

Eine genaue Kostenaufstellung könne sie nicht erstellen, stellt Schermer daraufhin klar. Sie werde aber weiter die Möglichkeit einer Umsetzung ausarbeiten.


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