Tausend Schäfchen im Einsatz gegen Corona: Was gegen Schlafprobleme hilft
Ein Drittel der Tiroler macht die Nacht zum Tag. Unfreiwillig, wohlgemerkt. Sie leiden an Schlafproblemen, die derzeit vor allem Corona-bedingt sind. Ob es da reicht, abends Schäfchen zu zählen?
Von Judith Sam
Ein Hoch auf die Errungenschaften der Technologie. Wer könnte sich heute noch vorstellen, mit dem Waschbrett am Fluss zu schrubben, statt Kleidung einfach in die Waschtrommel zu stopfen. Doch brauchen wir in jeder Lebenslage technische Hilfe? Offenbar schon. Selbst die Schäfchen beim Einschlafen zählt man nicht mehr selbst, sondern lässt zählen.
Wer das Hörbuch „Schafe zählen" abspielt, erfährt nicht etwa, welche Tricks den Schlaf fördern, sondern hört Autor Julian Nebel beim Zählen zu: „Ein Schaf, zwei Schafe, drei Schafe, vier Schafe ?" Man ahnt, wie es weitergeht. Größer wird der Spannungsbogen nicht. Monoton. Stundenlang. Doch effektiv: Ab Schaf zweihundert — spätestens — kapitulieren die Gedanken und bei so manchem folgt der Schlaf.