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Einbrecher tröstete Kind im Haus und reparierte aufgebrochene Tür

Am Nikolotag 2019 traf ein Einbrecher auf einen verängstigten Buben. Der Ertappte beruhigte ihn und reparierte per Hammer noch die Eingangstüre.

(Symbolbild)
© APA/HELMUT FOHRINGER

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Das Strafgericht ist mitunter Spiegel der Gesellschaft und bringt die unglaublichsten Geschichten zu Tage. Ein wegen Einbruchdiebstahls in Österreich, Deutschland und seinem Heimatland einschlägigst vorbestrafter Tscheche musste sich gestern erneut wegen „Einbruchs in eine Wohnstätte“ am Landesgericht verantworten. Erst 2019 aus deutscher Haft entlassen hatte sich der 46-jährige Familienvater samt Brecheisen im Dezember ins Unterland begeben. Dort erbeutete er 1000 Euro aus einem Hotelzimmer und wollte auch in einem Haus fette Beute machen.

Am Nikolaustag sah das Gebäude für den Tschechen offenbar verlassen aus. Als der Profieinbrecher jedoch die Türe aufgebrochen hatte, traf er im Haus gleich einmal auf einen kleinen Buben. „Ja warum sind Sie da denn nicht gleich abgehauen?“, fragte Richterin Martina Eberherr verdutzt. „Der Bub war sehr, sehr erschrocken. Er hat Angst gehabt. Ich habe ihm erst einmal über den Kopf gestreichelt, dass er sich beruhigt“, erklärte der Angeklagte. Was dann kam, ist reif für die Kriminalgeschichte.

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