Vorerst keine Radarmessungen in neuer Innsbrucker Begegnungszone

Derzeit informiert nur diese Anzeige die Fahrzeuglenker über ihre Geschwindigkeit.
© Rachlé

Innsbruck – Die Polizei wird die Einhaltung des Tempolimits in der neuen Innsbrucker Begegnungszone vorerst nicht überwachen. Das bestätigt auf TT-Anfrage Reinhard Moser, Chef der Innsbrucker Verkehrspolizei.

Wie mehrfach berichtet, dürfen Fahrzeuglenker in der nördlichen Wilhelm-Greil-Straße, Meraner Straße, Gilmstraße und Erlerstraße seit Mitte September nur noch mit 20 km/h unterwegs sein. Das Tempolimit gilt übrigens auch für Radfahrer. Dem Begehren des Stadtmagistrats, Radarmessungen in der Begegnungszone durchzuführen, hat Moser allerdings zunächst eine Absage erteilt. „Dafür benötigen wir Platz, und den haben wir nur in den Ladezonen“, so sein Hauptargument: „Die Lieferanten hätten keine Freude, wenn wir ihre Parkmöglichkeiten blockieren.“ Außerdem will Moser der Bevölkerung Zeit geben, um sich an das Tempolimit zu gewöhnen. „Wenn wir messen, müssten wir bereits ab 26 km/h strafen.“ Eine Vorgangsweise, die wohl als Schikane empfunden würde. Der vorläufige Verzicht auf Radarmessungen bedeutet aber nicht, dass Polizeistreifen zu schnellen Lenkern in der Begegnungszone tatenlos zuschauen.

In dem Fall drohen dann sehr wohl Strafbescheide. Auch Radfahrer müssen sich übrigens in Acht nehmen. Auf den teils abschüssigen Straßen sind 20 km/h rasch überschritten. (tom)


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