Weltmissionssonntag: Ein Tag im Zeichen der Solidarität

Diese Woche begeht die Kirche den Weltmissionssonntag. Papst und Bischof betonen die globale Geschwisterlichkeit.

In Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt, liegt die Lebenserwartung bei knapp über 50 Jahren.
© Missio/Simon Kupferschmied

Innsbruck –Soziale Freundschaft und Geschwisterlichkeit – das ist es, wofür Papst Franziskus in seiner Sozialenzyklika „Fratelli tutti“ plädiert. „Jesus hat uns Menschen zu Geschwistern gemacht – unabhängig von allen kulturellen, sozialen und religiösen Barrieren“, betont Innsbrucks Diözesanbischof, Hermann Glettler, in seiner Analyse des unlängst veröffentlichten päpstlichen Rundschreibens. „Es ist ein Auftrag, die Würde jedes Menschen anzuerkennen – und die beschämende Entwürdigung durch chronische Unrechtsituationen wie Hunger, Krieg und Vertreibungen zu beenden.“

Bischof Hermann Glettler: „Jesus hat uns Menschen zu Geschwistern gemacht – unabhängig von allen Barrieren.“
© TT/Rudy De Moor

Auf eben diese Ungerechtigkeiten in der Welt möchte auch der Weltmissionssonntag aufmerksam machen, der immer am dritten Sonntag im Oktober – also diese Woche – stattfindet. „Die Missio-Sammlung ist die größte Solidaritätsaktion der Welt und Grundlage dafür, dass in jeder Ortskirche den armen Menschen geholfen werden kann“, sagt Pfarrer Johannes Laichner, Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke. Das diesjährige Beispielland des Weltmissionssonntags ist Uganda, eines der ärmsten Länder der Welt. „Während bei uns die Lebenserwartung über 80 Jahren liegt, sind es in Uganda knapp über 50“, rechnet Laichner vor.

Für Julia Stabentheiner, Leiterin des Welthaus Innsbruck, zeigt sich in diesem Gefälle eine klare Verletzung der Menschenwürde. Eine Würde, die der Papst in „Fratelli tutti“ als von allen Menschen gleich betont. Der Weg, den der Papst vorschlägt, lautet Begegnung und Dialog. „Es geht um echtes Zuhören, um Freundlichkeit. Es geht darum, den Blick auf die Menschen am Rand unserer Gesellschaft zu richten. Es geht darum, die Möglichkeit einzuräumen, dass wir von jenen etwas lernen können, die anderer Meinung sind, und von denen, die uns fremd sind“, sagt Stabentheiner. (np)

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