Lienz kämpft mit Pappelwurzeln beim Lienzer Dolomitenstadion

Triebe von Pappeln reißen die Laufbahn im Lienzer Sportstadion auf. Die Bäume sollen aber trotzdem bleiben.

Pappeln sind zwar schön, aber aufwändig in der Pflege.
© Getty Images

Lienz – Stattlich sehen sie aus, die insgesamt 82 Pappeln, die rund um das Lienzer Dolomitenstadion in den Himmel ragen. Mit einer Höhe von bis zu 25 Metern umgeben sie den Fußballrasen und die rundum verlaufenden Leichtathletikbahnen. So majestätisch die Bäume auch wirken, so viel Ärger können sie verursachen. Denn ihre Wurzeln breiten sich flach unter der Erde aus und durchstoßen den Boden an unliebsamen Stellen, zum Beispiel mitten auf der Laufbahn, wo normalerweise Sportler ihre Runden drehen.

Das ist noch nicht alles. „Diese Bäume haben sehr sprödes Holz und bilden innerhalb kurzer Zeit viele dürre Äste aus“, weißt Martin König, Leiter des Lienzer Stadtgartenamtes. „Die Äste können leicht abbrechen und herunterfallen. An Orten, die stark frequentiert sind, wie das beim Dolomitenstadion der Fall ist, bedeutet das eine Gefahr.“ Starker Wind tut noch ein Übriges dazu.

Deshalb wurden die Bäume, die seit vielen Jahrzehnten die Sportanlage umgeben, einer Spezialbehandlung unterzogen. Der Maschinenring begutachtete jede Pappel einzeln, entfernte dürre Äste und machte sie wind- und wettersicher. Die Experten waren gerufen worden, nachdem ein erster Versuch, den Bäumen mit der Feuerwehr-Drehleiter zu Leibe zu rücken, fehlgeschlagen war. „Das wäre zu gefährlich gewesen“, begründet Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. An die 10.000 Euro musste die Stadt für die Pappel-Sicherung ausgeben.

Bleiben sollen die Bäume trotzdem, auch wenn die Pflege aufwändig ist. „Die Pappeln geben dem Stadion so einen schönen Rahmen, sie sollen nicht weg“, meint die Bürgermeisterin.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Lienzer Sportanlage wird nicht nur von Pflanzen bedroht, sondern auch von Tieren. Beim Fußballrasen wurde starker Engerlingbefall festgestellt. Ein Spezialist für Engerlingbekämpfung soll die Plage unter Kontrolle bringen, Kostenpunkt: rund 5000 Euro. (co)


Kommentieren


Schlagworte