WK-Innsbruck-Obmann Jirka: „Müssen optimistisch bleiben“

Der neue WK-Innsbruck-Obmann Franz Jirka sucht das gute Auskommen mit der Stadtregierung, mit der Verkehrspolitik ist er allerdings alles andere als glücklich. Die Krise müsse man „gemeinsam aussitzen“.

Bezirksstellenleiter Stefan Wanner (l.) heißt den neuen Obmann der Bezirksstelle Innsbruck-Stadt, Franz Jirka, willkommen.
© WK Tirol/Die Fotografe

Von Denise Daum

Innsbruck – Ruhig angehen möchte Franz Jirka seine neue Funktion als Wirtschaftskammer-Obmann der Bezirksstelle Innsbruck-Stadt. Zumindest will er am Anfang nicht gleich überall anecken und gegen die Stadtregierung schießen, wie er gestern Freitag, einen Tag nach seiner Wahl, erklärte. Der Innsbrucker Heizungstechniker hat bereits mehrere Funktionen in der Kammer inne, er ist Innungsmeister und Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk.

Das Wichtigste sei nun, gemeinsam mit der Stadt Innsbruck einen Weg zu finden, um die Unternehmer so gut wie möglich durch die Krise zu bringen. „Wir müssen optimistisch bleiben“, sagt er in Richtung seiner Unternehmer-Kollegen. „Wir werden das gemeinsam aussitzen müssen und schauen, dass möglichst viele Betriebe die Krise überstehen. Alle werden es nicht schaffen“, stellt Jirka klar.

Auch wenn der neue Obmann sich noch zurückhalten will, ist er doch mit einigen Vorgängen in Innsbruck ganz und gar nicht einverstanden. Allen voran der Verkehrspolitik von Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl (Grüne) stellt er ein schlechtes Zeugnis aus. Die „Bauwut“ mit dem dadurch verursachten Verkehrschaos müsse aufhören. Kein Verständnis habe er für das „Aussackeln der Autofahrer“. Und schließlich: „Es fehlt an einem Gesamtkonzept“, betont Jirka. Dringenden Handlungsbedarf ortet der neue Obmann in der Rossau. Hier müsste für die ­Wirtschaftstreibenden ehestmöglich eine Lösung gefunden werden. „Die Staus gehen zulasten der Betriebe.“

Bezirksstellenleiter Stefan Wanner ergänzt, dass sich die Wirtschaftskammer wünscht, mehr in Entscheidungen eingebunden zu werden. „Man muss schon auch die Wirtschaft immer mitdenken. Am Ende des Tages haben wir ja alle das gleiche Ziel: eine attraktive Stadt“, so Wanner.

Mit dem Obmann wurde auch der Ausschuss in der Bezirksstelle Innsbruck neu gewählt. Neben Jirka sind dort nun Markus Dax, Werner Degler, Stefan Gleinser, Mariella Lutz, Klaus Plank, Adi Rauscher, Sybille Regensberger, Helmut Reichholf und Winfried Vescoli vertreten.


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