Sechs Wochen ohne Ampeln: Verkehrsposten für Mühlauer Brücke gefordert

ÖVP und FPÖ befürchten einen Verkehrskollaps rund um die Mühlauer Brücke in Innsbruck, wenn am Montag die Ampeln ausgeschaltet werden. Schwarzl will den Ausweichverkehr unterbinden.

Die Ampeln im Kreuzungsbereich Mühlauer Brücke werden erneuert und deshalb ab Montag für sechs Wochen abgeschaltet.
© Thomas Böhm/TT

Von Denise Daum

Innsbruck — Auf eine harte Geduldsprobe werden Autofahrer in Innsbruck rund um die Mühlauer Brücke gestellt. Eine Großbaustelle sowie die neue Busspur auf der Haller Straße sorgen für lange Staus. Am Montag werden zudem noch für rund sechs Wochen sämtliche Ampeln im Kreuzungsbereich der Mühlauer Brücke aufgrund der notwendigen Erneuerung der Anlage ausgeschaltet. Sowohl ÖVP als auch FPÖ warnen vor einem völligen Verkehrskollaps. Sie fordern die Installierung eines Verkehrspostens, der den Verkehr händisch regelt. „Diese flexible Regelung hat sich bei der Tiefbaustelle vor der Ottoburg bewährt", erklärt ÖVP-Verkehrsausschuss-Vorsitzende Mariella Lutz.

Für FPÖ-Klubobmann Markus Lassenberger zeigt sich einmal mehr, „dass die grüne Verkehrspolitik nur Staus und dadurch erhöhte Umweltverschmutzung erzeugt". Er kündigt an, dass seine Fraktion dem Antrag von ÖVP und Für Innsbruck zur Verkürzung der Busspur auf der Haller Straße jedenfalls zustimmen werde.

Nur bestätigen können Lutz und Lassenberger die Bürger-Beschwerden über den steigenden Verkehr in Mühlau aufgrund von Stauflüchtlingen (die TT berichtete). Die Situation sei sowohl für die Mühlauer als auch die Pendler untragbar, betont Lutz.

Die zuständige Vize-BM Uschi Schwarzl (Grüne) ließ am Freitag die Daten der fixen Verkehrszählstellen in Rum und Thaur auswerten. Demnach gibt es „keine Indizien für eine maßgebliche Verkehrsverlagerung von der Landesstraße im Talboden auf die Dörferstraße", erklärt Schwarzl. Im Vergleich zwischen September 2019 und September 2020 kam es in Thaur auf der B171 Tiroler Straße zu einem Verkehrsrückgang von 1,2 Prozent (rund 380 Kfz weniger pro 24 Stunden). In Rum entlang der L8 ist ein geringfügiges Plus von 1,2 Prozent (rund 80 Kfz mehr pro 24 Stunden) zu verzeichnen. Für die Anton-Rauch-Straße liegen mangels Messstation keine Daten vor.

Unterbinden möchte Schwarzl indes den Ausweichverkehr in einer Seitenstraße parallel zur Haller Straße. Hierzu liegen mehrere Beschwerden von Anrainern vor. „Das schauen wir uns momentan an." Konkrete Ansätze sollen kommende Woche präsentiert werden.


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