Bei Wind und Regen in St. Johann mit dem Rad unterwegs

Die acht Teilnehmer, die einen Monat lang in der Region St. Johann nur das Fahrrad benutzen durften, zogen gestern Bilanz.

Bürgermeister, Projektverantwortliche und Teilnehmer der Radchallenge zogen am Freitag Bilanz.
© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Es war keine lustige Marketingaktion, sondern „harte“ Arbeit: Acht Bürger nahmen einen Monat lang die Radwege in St. Johann, Kirchdorf und Oberndorf unter die Lupe. Ziel sind eine Verbesserung der Radwege, Input für ein Radwegekonzept und Erkenntnisse über die Vor- und Nachteile des Rades als Verkehrsmittel im Alltag. In Summe fuhren die Teilnehmer mehr als 3000 Kilometer und gaben 190 Rückmeldungen. Das freut besonders St. Johanns Ortsmarketingleiterin Marije Moors: „Das ist sensationell, wir haben nur mit der Hälfte an Meldungen gerechnet.“

„Es kamen 150 Dislikes und 40 Likes zusammen. Dabei macht es natürlich einen großen Unterschied, ob man als Freizeitradler oder als Alltagsradler unterwegs ist“, zieht Stefan Brandtner von der Marktgemeinde St. Johann Bilanz.

Für die meisten Teilnehmer war die Erfahrung durchwachsen und auch eine ganz neue. „Die größte Herausforderung war die Witterung. Kalt ist egal, aber wenn es geschüttet hat, bin ich schon mal nass im Büro angekommen“, berichtet etwa Inge Krepper aus Kirchdorf nicht nur von einer besseren Ausrüstung, die man braucht, sondern auch von einer neuen Lebenseinstellung, wenn man alles mit dem Rad erledigt. Alfred Soder aus St. Johann lobte die Gemeindeführung: „Es tut gut, dass man sieht, dass etwas passiert. Ich war verwundert, wie viele tolle Sachen wir haben.“

Von gefährlichen Situationen mit Schülern, wenn Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer in St. Johann zusammenkommen, berichteten gleich mehrere Teilnehmer. BM Hubert Almberger notierte fleißig mit.

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Die gewonnenen Erkenntnisse der Radchallenge-Teilnehmer sollen nun in weiterer Folge auch dem Verkehrsplaner übermittelt werden, um die Situation vor allem für die Alltagsradler Schritt für Schritt zu verbessern.


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