Raimund Wulz stellt aus: Fragmente der Wirklichkeit

Derzeit in der Imster Galerie Theodor von Hörmann: „Fragment“ (Ausschnitt) des malenden Architekten Raimund Wulz.
© wulz

Imst – Von Berufs wegen ist Raimund Wulz Architekt, das Zeichnen und Malen ist für den in Telfs lebenden gebürtigen Vorarlberger allerdings viel mehr als „nur“ ein Hobby. Bereits während seines Architekturstudiums an der Wiener Akademie der bildenden Künste hat er bei Josef Mikl Akt gezeichnet und das seither „eigentlich immer gemacht“, wie Wulz sagt. Immer auf der Suche, ohne zu wissen wonach.

Seine Personale in der Imster Galerie Theodor von Hörmann ist die erste von Raimund Wulz. Bestückt mit großformatigen Bildern, die vage an Figurales oder Landschaftliches erinnern und vielleicht gerade in ihrer Uneindeutigkeit so eindrücklich sind, geht es Wulz doch nie darum, etwas Reales abzubilden, sondern dessen Essenz zum Bild zu machen.

Bei seinem Tun schaffe er ganz aus seinem Unbewussten, sagt der Künstler, seine Bilder malten sich sozusagen fast von selbst. Erinnerungen an Reisen, etwa an Nepal, spielen da eine große Rolle, verknäuelt zu einem Farbe und Form gewordenen Surrogat, in dem es um Architekturen genauso wie um Atmosphärisches oder rein Sentimentales geht. Aber auch persönliche Schicksalsschläge versucht Wulz mit den Mitteln der Kunst in einem fast therapeutischen Sinn zu verarbeiten. Als Maler nimmt sich der Architekt die Freiheit zu experimentieren. Mit selbst angerührten Farben, in die er bisweilen auch Aschen oder Schleifstäube mischt, oder beim Malakt selbst. Der mit großem Gestus passiert, oft in zahlreichen Schichten, wodurch komplexe, von Spuren raffiniert durchfurchte Farb- räume entstehen. (schlo)

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