„Weihnachtsmärkte sind ein wirtschaftlicher Faktor“

Weihnachts- und Christkindlmärkte sollen heuer redimensioniert werden
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck, Linz – Ein Viertel der Österreicherinnen und Österreicher haben bereits mit dem Einkaufen der Weihnachtsgeschenke begonnen oder den Geschenkekauf bereits abgeschlossen. Das zeigt eine Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag von SES Spar European Shopping Centers, Mutterkonzern des Innsbrucker Einkaufszentrums Sillpark.

Zwei Drittel wollen demnach heuer bis zu 500 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben, ein Viertel sogar mehr als 500 Euro.

Traditionell werden zahlreiche Geschenke und Mitbringsel jedes Jahr auf den Tiroler Weihnachtsmärkten eingekauft, die in diesem Jahr Corona-bedingt nur in abgespeckter Form stattfinden werden. „Es ist sicherlich nicht immer einfach, sich einzuschränken. Aber wenn wir zurück zur Normalität wollen, müssen wir zwischenzeitlich in manchen Bereichen in kleineren Dimensionen denken“, sagt Dieter Unterberger, Obmann des Tiroler Handels in der Wirtschaftskammer. Unterberger will, dass Weihnachts- und Christkindlmärkte unter Einhaltung bestimmter Auflagen stattfinden können. „Diese Märkte gehören zum Advent in Tirol einfach dazu. Und durch ihre Beliebtheit bei Einheimischen wie Gästen sind sie auch ein wirtschaftlicher Faktor, auf den wir nicht verzichten können und wollen.“

Dass aufgrund der Auflagen, wie dem Verzicht auf Glühweinstände, kleinere Märkte unter Umständen weniger Umsatz erzielen könnten, soll laut Unterberger durch geringere Veranstaltungskosten wegen der Redimensionierung sowie geringeren Stand-Mietkosten Rechnung getragen werden. Ein entsprechendes Covid-19-Präventionskonzept wolle die WK demnächst vorlegen. (TT)

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