Liverpool nach 2:2 bei Everton über Video-Referee verärgert

Liverpool hat es verabsäumt, in der englischen Fußball-Premier-League nach Punkten mit Everton gleichzuziehen. Der Titelverteidiger kam am Samstag im Lokalderby beim Tabellenführer über ein 2:2 nicht hinaus und hat damit auch nach der fünften Runde als erster Verfolger drei Punkte Rückstand. Der Ärger darüber bei den „Reds“ war wegen mehrerer umstrittener Entscheidungen des Video-Schiedsrichters groß. Arsenal unterlag bei der Europa-League-Generalprobe Manchester City 0:1.

Wie der britische Sender Sky Sports berichtete, forderte Liverpool nach der Partie eine Erklärung für die umstrittene Abseitsentscheidung des Video-Referees. Jordan Henderson hatte in der Nachspielzeit den vermeintlichen Siegtreffer erzielt. Doch wegen einer angeblichen Abseitsposition von Sadio Mane wurde der Treffer aberkannt. Auf Fernsehbildern war allerdings mit bloßem Auge keine Abseitsstellung zu erkennen.

„Ich bin ein echter Unterstützer des VAR. Aber ich habe die Aktion am Laptop gesehen, da ist nichts, kein Abseits. Und jeder sagt mir, dass es kein Abseits war. Das macht meine Stimmung nicht besser“, sagte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. Zudem habe man mit Virgil van Dijk einen Verletzten und vielleicht mit Thiago Alcantara noch einen Zweiten. „Das war nicht unser Tag“, betonte der Deutsche. Der Video-Schiedsrichter war nach hartem Einsteigen von Everton-Torwart Jordan Pickford gegen Van Dijk nicht zum Einsatz gekommen. Pickford kassierte keine Verwarnung. Van Dijk musste anschließend verletzt den Platz verlassen. Das Ausmaß der Verletzung sollte eine Untersuchung im Krankenhaus klären. „Es sieht nicht gut aus“, äußerte sich Klopp besorgt um seinen Abwehrstar. Britische Medien berichteten von einem Verdacht auf Kreuzbandriss und einer mehrmonatigen Pause.

Obwohl Liverpool beim Versuch, dem Leader die erste Niederlage zuzufügen, scheiterte, war Klopp mit der Vorstellung seiner Truppe sehr zufrieden, attestierte ihr eine „Top-Leistung“. Nicht einmal einen Punkt gab es für die „Gunners“ bei Manchester City. Zum Matchwinner für die „Citizens“ avancierte Raheem Sterling schon in der 23. Minute. Fünf Tage vor dem Europa-League-Gastspiel bei Rapid im Allianz Stadion verpatzte Arsenal also die Generalprobe zumindest vom Ergebnis her. Die Leistung war durchaus ansprechend. „Wir sind natürlich enttäuscht, aber auf der anderen Seite haben wir ein gutes Spiel gemacht und man konnte sehen, dass die Lücke zu ManCity nur noch sehr klein gewesen ist“, meinte Arsenal-Tormann Bernd Leno. Sein Team ist mit neun Zählern weiter Fünfter, City ist nach erst vier ausgetragenen Partien mit sieben Punkten Neunter.

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Auf Platz sechs liegt Chelsea nach einem Heim-3:3 gegen Southampton. Für den Favoriten aus London trafen die deutschen Zugänge Timo Werner (43., 57.) und Kai Havertz (59.). Tore von Danny Ings (43.), Che Adams (57.) und Jannik Vestergaard (92.) sowie ein neuerlich fehlerhafter Chelsea-Goalie Kepa sicherten dem Club von Coach Ralph Hasenhüttl aber noch einen Punkt. Southampton ist mit sieben Zählern Zehnter. Noch dahinter auf Position 14 liegt Manchester United, dank drei später Tore beim 4:1 bei Newcastle konnten die „Red Devils“ aber immerhin etwas an Boden gutmachen.


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