Trotz grandioser Siegesserie: Noch fällt in Schwaz das „M-Wort“ nicht

In der spusu Liga bleiben die unglaublichen Tiroler Handballer nach sieben Siegen in sieben Spielen in aller Munde.

© gepa

Von Tobias Waidhofer

Schwaz – Mehr als ein kurzes Lachen war Thomas Lintner mit der Meisterfrage nicht zu entlocken. „Wenn ich die richtige Seite im Kalender offen habe, haben wir jetzt Oktober. Die Saison ist noch sehr lange“, antwortete der Sportdirektor von Sparkasse Schwaz Handball Tirol.

Die Kommentatoren bei laola1.tv waren sich jedenfalls einig: Der 31:30-Sieg über die Fivers, der insgesamt siebente im ebensovielten spusu-Liga-Spiel, ist der endgültige Beweis, dass die Tiroler einen ganz heißen Kandidaten auf den Titel darstellen. Und wer konnte dem Duo diesen Schluss wirklich verübeln? Thomas Lintner wohl auch nicht. „Die Tabellenführung ist nicht mehr als die Bestätigung der bisherigen Arbeit, die Spieler haben sich das verdient.“ Auch weil sie in der Lockdown-Phase „konsequent weitergearbeitet“ hätten.

Neben den erneut herausragenden Aliaksei Kishov, der aktuell ohne Zweifel der beste Goalie der Liga ist, Regisseur Gerald Zeiner und Flügel Richard Wöss drückten auch wieder zwei Tiroler „Buam“ dem Spitzenspiel ihren Stempel auf: zum einen Topscorer Armin Hochleitner, zum anderen Kreisläufer Balthasar Huber.

„Dass dem Balthi (6 Tore, Anm.) so eine Angriffsleistung gelingt, hätte er wohl selbst nicht geglaubt“, lachte Lintner. Mit dem Blick in den Rückspiegel gebührt natürlich auch Erfolgs-Coach Frank Bergemann Lob, denn vor allem Gespräche mit dem Deutschen hatten den 27-Jährigen einst vom Rücktritt vom Rücktritt überzeugt. Und mit Armin Hochleitner, der zuletzt ins Nationalteam einberufen wurde, eint ihn eine Tatsache: „Entscheidend ist, dass sie beide über viele Jahre Konsequenz an Tag gelegt haben. Armin hat unglaubliche Anlagen und hat lange mit sich selbst gehadert. Jetzt glaubt er mehr an sich“, weiß Lintner, dem ganz allgemein die Mentalität am Freitagabend gefiel: „Auch wenn wir ein bisschen gewackelt haben, waren wir nie mit der Situation ­überfordert.“

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Und eines lässt sich Lintner dann doch noch herauskitzeln: „Das soll nicht der Höhepunkt gewesen sein.“ Vielleicht muss man in ein paar Wochen ja doch das „M-Wort“ (Meister) in den Mund nehmen.


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