Das Achental von gestern im alten Sixenhof

Obmann Franz Waldhart (Bild) ist mit der Umgestaltung des Museums beschäftigt. Im Bild der Schauraum mit altem Feuerwehrgerät.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Achenkirch – Das Heimatmuseum im Achenkircher Sixenhof wurde zwar im Jahre 1987 eröffnet, einen Bestandsvertrag gibt es aber bis heute nicht. „Das bemängelte auch ICOM, als wir wieder um das internationale Museumsgütesiegel ansuchten“, berichtet Obmann Franz Waldhart vom Museumsverein. Korrekturen müsse es auch bei der Beschriftung geben. Etliche Schaustücke brachte man ins Depot, das die Gemeinde, die auch der Hofbesitzer ist, zur Verfügung stellt.

Während sonst 5000 bis 7000 Besucher im Jahr gezählt werden, waren es heuer Corona-bedingt nur ein Drittel davon. Zwischen 17 und 20 standesamtliche Hochzeiten finden normalerweise pro Jahr am Hof statt, heuer waren es nur fünf. „Jetzt haben wir uns ans Umgestalten mancher Räume im Sinne einer thematischen Zusammenführung gemacht und so die Zeit genutzt“, stellt Waldhart fest. Das Corona-gebeutelte Museum hat aber eine Großinvestition zu stemmen: In den nächsten Jahren muss die 500 Quadratmeter große Dachfläche mit Lärchenschindeln neu gedeckt werden, was laut Fachleuten zwischen 70.000 bis 80.000 Euro kosten dürfte.

Den Kirchtag im Oktober hat man ohnehin längst abgesagt, auf die Durchführung der traditionellen Bergweihnacht vom 23. November bis zum 27. Dezember hofft Franz Waldhart aber. „Dabei darf nur eine kleine Gruppe gleichzeitig im Stall sein, wo das Geschehen von Betlehem inszeniert wird. Da könnte es auch eine Kooperation mit der Achenseeschifffahrt geben“, gibt sich der Obmann optimistisch. Der Sixenhof ist ein typischer Tiroler Einhof, der einen Eindruck von hiesiger bäuerlicher und handwerklicher Gerätschaft entstehen lässt. Eine Hufschmiede, eine Schusterei und Weberei, Exponate aus der Jagd, der Fischerei und dem Feuerwehrwesen sind Hingucker. Auch Holzbringung und Schifffahrt sind dokumentiert.


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