Regierung kündigt Corona-Maßnahmenverschärfungen an

Die Regierung hat auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Krise mit Verschärfungen bei Veranstaltungen reagiert: Professionelle Veranstaltungen werden ab Freitag weiter beschränkt, das betrifft unter anderem die Fußball-Bundesliga oder die Staatsoper, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag. Nicht reglementiert sind Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze indoor bis maximal sechs Personen, outdoor bis zwölf Erwachsene.

Bei höheren Personenzahlen muss die Veranstaltung angezeigt werden. „Das gilt überall. Das betrifft das Restaurant genauso wie den Yoga-Kurs“, sagte Kurz. Ausgenommen sind nur Veranstaltungen in beruflicher Ausübung und Begräbnisse. Bei professionellen Veranstaltungen werden outdoor nur mehr 1.500 Besucher zugelassen, indoor 1.000, das Tragen einer Mund-Nasenschutzmaske ist verpflichtend, Speisen und Getränke gibt es nicht.

Kurz nannte die Situation europaweit extrem herausfordernd. Zur Lage in Österreich sagte der Kanzler: „Wenn der Trend so weitergeht, haben wir 6.000 Neuinfektionen pro Tag im Dezember.“ Die nächste Monate würden ein „rot-weiß-roter Kraftakt“: „Je besser wir zusammenhalten, je besser jeder einzelne mitmacht, desto besser werden wir durch die Situation kommen“, betonte Kurz.

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 1.121 SARS-CoV-2-Neuinfektionen gemeldet worden. Ein großes Plus gab es bei Spitalspatienten. So waren am Montag knapp 800 Covid-19-Patienten im Krankenhaus. Die Zahl der Toten stieg um elf auf 904. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 14.550 Testergebnisse eingemeldet, davon waren rund 7,7 Prozent positiv. Am Montag stieg somit die Zahl der aktiv Infizierten auf 14.664 Menschen. Österreichweit wurden am Montag bereits 799 Covid-19-Patienten - um 57 mehr als am Vortag - im Krankenhaus behandelt. 145 Erkrankte benötigten intensivmedizinische Versorgung - zehn mehr als noch am Sonntag.

Mit Stand 9.30 Uhr wurden seit Beginn der Pandemie 65.927 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 50.359 gelten als genesen. Wie immer am Wochenende wurden deutlich weniger Testergebnisse ausgewertet und in das Epidemiologische Melderegister (EMS) eingespeist, so waren es beispielsweise in Kärnten und dem Burgenland weniger als 300.


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