Osttiroler Schüler sammeln nicht Müll, sondern Rohstoffe

St. Jakob i. Def. – Wir sammeln Sekundär-Rohstoffe: Künftige Generationen sollen diesen Zugang haben und Papier und Verpackung gar nicht meh...

Florian Ladstätter, Michael Kleinlercher, Daniel Eggenhofer, Projektbegleiter Peter Kofler, Paul Obkircher, Raumpflegerin Lydia Siebler und Gabriel Siebler (v. l.) stehen für das Projekt „Müllbuddys“.
© Schulcluster Defererggental

St. Jakob i. Def. – Wir sammeln Sekundär-Rohstoffe: Künftige Generationen sollen diesen Zugang haben und Papier und Verpackung gar nicht mehr als Abfall wahrnehmen. Um die Vermittlung dieses Bewusstseins kümmern sich im Schulcluster Defereggental seit Kurzem so genannte „Müllbuddys“. Eine zweistündige Schulung mit Gerhard Lusser, dem Berater des Abfallwirtschaftsverbandes Osttirol, ließ sechs Schüler der Neuen Mittelschule in St. Jakob zu „Müllbuddys“ reifen.

„Es gibt das Projekt der Müllbuddys bereits in Teilen Österreichs und Deutschlands“, berichtet Lusser. In Osttirol ist dieser Ansatz noch neu, soll sich aber schnell bewähren und auf andere Schulstandorte ausgeweitet werden. „Das Projekt startete Anfang Oktober in der Nationalparkmittelschule Defereggental und wird über das Schuljahr im gesamten Schulcluster Defereggental fortgeführt.“ Freundlich und kollegial sollen die Schüler selbst einander auf das Müllproblem in ihrem Alltag aufmerksam machen. „Bei der achtsamen Auswahl, am besten der eigenen Zubereitung einer Jause, lässt sich bereits Müll vermeiden“, meint Lusser, der auch einen direkten Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und dem Anfallen von weniger Wegwerfverpackung sieht. „Es geht ohne Fruchtbrei in einer Alutüte und Energydrinks.“

Eine Kreislaufwirtschaft bei Verpackungsmaterial funktioniere umso besser, je genauer beim Entsorgen getrennt werde. Derzeit liege im Bezirk der Prozentsatz an Fehlwürfen bei 30 Prozent. „Die Schüler verstehen schnell, dass eine Verringerung auf zehn Prozent einen direkten Zusammenhang mit unserem Energieverbrauch hat“, erklärt der Abfallberater. „Die Generation Klimaschutz bringt den Eltern bei, was jeder Einzelne von uns tun kann.“ (bcp)


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