Der neue VW-Caddy: Komfortabel und flexibel wie noch nie

Der Caddy der fünften Generation bringt bewährte Transportqualitäten ebenso mit sich wie einen gewaltigen technologischen Fortschritt dank neuer Plattform und intensiver Digitalisierung.

Ende November will Volkswagen in Österreich die neue Caddy-Generation erstmals ausliefern.
© Volkswagen

Von Markus Höscheler

München, Innsbruck – Zuletzt hat sich bei Stadtlieferwagen und Großraumlimousinen recht viel getan – aber bevorzugt bei der Konkurrenz. Volkswagen dagegen hat sich auf die Talente und den Ruf des schon seit 1978 angebotenen Caddy verlassen. Nicht ganz zu Unrecht, denn an Kunden hat es wahrlich keinen Mangel gegeben. Mehr als drei Millionen Verkäufe belegen, dass der Caddy ein Erfolgsprodukt darstellt, allein von der vierten Generation konnte das Unternehmen innerhalb von knapp sechs Jahren über 800.000 Einheiten absetzen.

Den Erfolgszahlen zum Trotz ist der Caddy gleichwohl in die Jahre gekommen, Design, Innenraumausstattung, Infotainment und Fahrwerksbeschaffung haben gegenüber einigen Rivalen an Boden verloren, wenngleich nicht an Beliebtheit. Auf diese kann Volkswagen weiterhin zählen, wenn in den nächsten Wochen der Caddy V erstmals auf dem heimischen Markt seine Präsenz zeigt. Den kastenartigen Auftritt behält er zwar bei, aber immerhin gibt es eine neue, modernere Frontansicht, eine zeitgemäß erscheinende Plattform in Gestalt des modularen Querbaukastens (MQB), eine deutliche Aufwertung bei der Innenraumqualität, ein Plus beim Raumangebot und einen Innovationsschub bei den Komfort- und Sicherheitssystemen.

Die Verwendung des MQB bringt jedenfalls neue Dimensionen mit sich, beim Basis-Caddy beispielsweise ein Längenwachstum um 92 Millimeter auf 4,5 Meter Länge. Damit einher gehen mehr Breite (+62 mm auf 1,855 Meter) und ein ausgedehnter Radstand (+73 mm auf 2,755 m). Die Laderaumlänge gewinnt 18 mm hinzu und beträgt nun 1797 mm, sofern es sich um den Kastenwagen (Cargo) handelt. Den wird es mit der Markteinführung Ende nächsten Monats ebenso geben wie die Maxi-Version und die Normalversion der Pkw-Ausführung (Shuttle und Van). Eine Ausweitung des Angebots ist für kommendes Frühjahr angedacht, etwa den Shuttle und den Van als Maxi-Version oder der Caddy California für Freunde des Campings. Sogar ein PanAmericana ist angedacht.

Zunächst haben aber Kastenwagen und der kurze Pkw Vorrang. Der Caddy Cargo bietet ein Ladevolumen von 3,1 Kubikmetern, der Caddy Cargo Maxi gar von 3,7 Kubikmetern. Bis zu zwei Euro­paletten können mit dem Modell transportiert werden, die Beladung ist dank breiterer Hecköffnung und vergrößerter seitlicher Schiebetüren um ein Vielfaches leichter geworden. Als Kombi- und Familienvan offeriert der Caddy einen Kofferraum mit 1213 bis 2556 Litern Stauvolumen, sofern er als Fünfsitzer ausgeführt ist. Gegen Aufpreis gibt es eine dritte Sitzreihe (Einzelsitze), die ebenso wie die zweite Sitzreihe zusammenklappbar und ausbaubar ist.

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Ein weiterer Innovationsschritt ist beim technischen Equipment zu verorten, zumeist gegen Aufpreis: LED-Scheinwerfer, digitales Instrumentarium, Touchscreens in verschiedenen Größen (abhängig vom gewählten Infotainmentsystem) und fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme wie der praktische Travel Assist.

Vierzylinder-Turbodiesel mit 75, 102 und 122 PS sind vorerst für den Caddy vorgesehen, außerdem ein 114-PS-Benziner und ein 131-PS-Erdgasfahrzeug. Ein Plug-in-Hybrid folgt später, 4Motion-Allradsystem ebenso. Den Kastenwagen gibt es ab 15.400 Euro netto/18.480 Euro brutto, den Pkw (75 PS) ab 19.191,06 Euro netto (23.255 Euro brutto).


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