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Sarah Wiener fordert mehr Abstand für die Pute

Fernsehköchin und EU-Abgeordnete Sarah Wiener hält das Tierhaltungs-System für krank. Statt eingepferchten Puten mehr Platz zu gönnen, wird ein Teil ihres Schnabels amputiert.

Was soll auf dem Mittagstisch landen? Fleisch aus konventionellen Putenbetrieben ...
© Martin Ludl

Von Judith Sam

Wien – Die Vorstellung, in einem überfüllten Aufzug auszuharren, mag viele abschrecken. Die Enge, der rempelnde Unbekannte zur Rechten, der nach Schweiß müffelnde zur Linken, Schulter an Schulter. Doch nach wenigen Minuten ist die Situation ausgestanden. Für Menschen jedenfalls. „Die Haltungsstandards für Puten hingegen besagen, dass die Tiere eingepfercht werden dürfen. Diese Enge stresst und ängstigt sie so sehr, dass sie aufeinander einpicken“, sagt Sarah Wiener. Die Fernsehköchin hält dieses System für krank: „Man könnte meinen, dass die Reaktion der Politik darauf ist, ihnen mehr Platz zu gönnen, um dem Picken vorzubeugen. Stattdessen werden Puten Teile des Schnabels abgeschnitten.

Der Europarat hat bereits im Jahr 2001 Empfehlungen für die Haltung der Tiere erarbeitet. „Die sollten längst in EU-Recht übertragen worden sein. Sind sie aber nicht. Stattdessen haben wir 19 Jahre verstreichen lassen, während denen sich die Situation verschlechtert hat“, kritisiert die Grünen-Politikerin.

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