ÖFB-Trio hat ein Europacup-Rendezvous mit dem Fußball-Adel

Arsenal (Rapid), Tottenham (LASK) und ZSKA Moskau (WAC) – der Europa-League-Start hat es für die ÖFB-Clubs in sich.

Tottenham trifft mit Rückkehrer Gareth Bale auf den LASK.
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Wien, London, Klagenfurt – Eigentlich wäre alles angerichtet für drei Fußball-Feste, doch Corona dämpft die Emotionen: Rapid gegen Arsenal (18.55 Uhr, live Puls 4, DAZN), WAC – ZSKA Moskau (21 Uhr, live DAZN) sowie das Gastspiel des LASK bei Tottenham Hotspur (21 Uhr, live DAZN) gehen ohne oder nur mit wenigen Zuschauern über die Bühne.

Es sind dabei vor allem die „Dates“ mit dem Nordlondoner Fußball-Adel, die hervorstechen. Tottenham wurde 1882, Arsenal 1886 gegründet. 104 Saisonen gehören die „Gunners“ dem Oberhaus an, die „Spurs“ liegen bei 86 Saisonen. Besonders der LASK darf sich auf eine beeindruckende Arena freuen: Die erst 2019 eröffnete Tottenham-Heimstätte spielt allerdings heute nur eine untergeordnete Rolle. Während in Hütteldorf immerhin 3000 Fans in den Genuss der „Gunners“ kommen, muss der LASK vor leeren Tribünen spielen. Englands Regierung hat den kompletten Zuschauer-Bann verlängert. Aber wie steht es um die sportliche Ausgangsposition?

Rapid – Arsenal (18.55 Uhr): Bei den Gästen stand gestern wieder einmal Mesut Özil im Mittelpunkt. Der deutsche Top-Verdiener steht weder im Europa-League- noch im Premier-League-Kader der „Gunners“ und zeigte sich darüber „tief enttäuscht“. Weiters schrieb Özil: „Als ich 2018 meinen neuen Vertrag unterschrieb, versprach ich dem Verein, den ich liebe, Arsenal, meine Loyalität und Treue, und es macht mich traurig, dass dies nicht erwidert wurde.“ Viel zerschnittener kann ein Tischtuch kaum sein. Trotzdem schreiten die Kanoniere heute mit Stars wie David Luiz, Pierre-Emerick Aubameyang oder Alexandre Lacazette als klarer Favorit auf den Rasen. „Wir müssen da schon auf einem sehr, sehr guten Niveau spielen, damit wir dann irgendwas erben können“, meinte auch Rapid-Trainer Didi Kühbauer. Bei den Wienern fehlt ein Akteur wegen eines positiven Corona-Tests.

Tottenham – LASK (21 Uhr): „Wir haben nichts zu verlieren“, meinte ÖFB-Teamspieler Reinhold Ranftl. Mit einem Marktwert von rund 740 Millionen Euro (laut transfermarkt.at) sind die von José Mourinho trainierten „Spurs“ der wertvollste Club in der Europa League und ca. 20-mal so teuer wie der LASK-Kader. Abgesehen vom Star auf der Trainerbank tummeln sich mit Goalgetter Harry Kane, „Heimkehrer“ Gareth Bale oder Flügelstürmer Son Heung-min große Namen im Kader des Tabellensechsten der abgelaufenen Saison – allerdings wird heute sicher auch der ein oder andere Akteur geschont. „Man schaut ihnen ständig auf die Beine. Es ist eine Ehre, gegen sie zu spielen“, gab ÖFB-Teamspieler Ranftl zu Protokoll.

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WAC – ZSKA Moskau (21 Uhr): „Wir brauchen nicht zu diskutieren, wer der Favorit ist“, fühlt sich WAC-Trainer und Ex-Wacker-Kicker Ferdl Feldhofer in der Außenseiterrolle pudelwohl. Die Stars des russischen Tabellen-Dritten heißen Igor Akinfejew (Keeper/111 Länderspiele) oder Mario Fernandes. Der Rechtsverteidiger fehlt aber aufgrund einer Corona-Infektion. „Sie sind ein Champions-League-Team“, weiß Feldhofer, der um den Einsatz des kroatischen U21-Teamstürmers Dario Vizinger bangt, der Tiroler Mittelfeldspieler Matthäus Taferner steht indes vor seinem Europacup-Debüt. Nachdem 2019 noch ein Wald (Kunstprojekt!) im Weg war und nach Graz ausgewichen werden musste, kann heute in Klagenfurt gespielt werden. (t.w.)


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