Land prüft die Lärmmaßnahmen im Außerfern

(Symbolbild)
© Manfred Segerer

Reutte, Innsbruck – Seit 10. Juni gilt auf den stark von Motorrädern befahrenen Strecken im Außerfern ein Fahrverbot für Motorräder mit einem eingetragenen Standgeräusch von mehr als 95 Dezibel. Noch bis einschließlich 31. Oktober sind diese Maßnahmen auf weiten Teilen der Lechtalstraße, Tannheimer Straße, Berwang-Namloser Straße, Hahntennjochstraße sowie der Bschlaber Straße in Kraft.

Nun soll evaluiert werden, welche Wirksamkeit diese verkehrsberuhigenden Maßnahmen gezeigt haben.

„Die viel beachtete Studie zum Motorradlärm aus dem vergangenen Jahr hat uns verdeutlicht, wie sehr sich die Bevölkerung im Außerfern durch den Motorradlärm gestört fühlt. Nun – mit Ende der laufenden Motorradsaison – wollen wir wissen, wie sich die verordneten Fahrverbote für besonders ,laute‘ Motorräder auswirken und ob die Lärmbelästigung abgenommen hat“, erläutert Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felipe.

In den vergangenen Monaten wurden die Außerferner Fahrverbote für Motorräder über 95 dB weit über die Landesgrenzen hinaus auch in Deutschland und der Schweiz durchaus kontrovers diskutiert. Der Studienleiter und Vorstand der Abteilung ESA (Emissionen-Sicherheitstechnik-Anlagen) im Amt der Tiroler Landesregierung, Christoph Lechner, dazu: „Wir wollen gezielt von den Betroffenen vor Ort erfahren, wie wirksam die Beschränkungen sind und wie diese wahrgenommen werden. Deshalb befragen wir in den 19 stark vom Motorradlärm betroffenen Gemeinden ab Anfang November die Anrainer telefonisch dazu und werden uns auch die Motorradverkehrszahlen genau ansehen.“

David Schnaiter, der die Befragung und Auswertung leitet, erhofft sich eine ähnlich große Bereitschaft zur Beteiligung wie schon bei der Motorradlärmstudie 2019. Die repräsentativen 250 Telefoninterviews werden vom IMAD Marktforschungsinstitut durchgeführt. Die Ergebnisse der Evaluierung werden im ersten Quartal 2021 veröffentlicht. (TT, fasi)


Kommentieren


Schlagworte