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Ausländerfeindliches Posting: Für VP Verfehlung, Unmut „nachvollziehbar“

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Zima-Tirol-Chef Alexander Wolf hat sich entschuldigt.
© Hammerle

Innsbruck – Mit einem – inzwischen wieder gelöschten – ausländerfeindlichen Facebook-Eintrag hat Zima-Tirol-Geschäftsführer Alexander Wolf aufhorchen lassen. Wie berichtet, hat Wolf unlängst anlässlich einer Demonstration entlang des Südrings in Innsbruck davon gesprochen, dass „Türken und Kurden“ derartige Proteste in ihren Heimatländern und nicht hierzulande abhalten sollten. Angesichts dessen stellte Wolf zudem die Frage in den Raum, ob das noch „unsere Werte“ und „unser Land“ seien.

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Der Kritik der Grünen schloss sich gestern der Vorsitzende der SPÖ Innsbruck, Benjamin Plach, an: „Von jemandem wie Wolf, der international tätig ist und überall Geschäfte macht, hätte ich mir erwartet, dass Rassismus in seinem Weltbild keinen Platz findet.“ Derlei Verhalten sei „untragbar und unbegreiflich“.

Wolf ist aber nicht nur Zima-Geschäftsführer, sondern kandidierte 2016 auf Platz 21 der VP-Liste in Kundl für die damalige Gemeinderatswahl. Als Kandidat wird er auch noch immer auf der Gemeinde- und VP-Kundl-Homepage gelistet. VP-Landesgeschäftsführer Martin Malaun verwies gestern auf TT-Anfrage auf den Kufsteiner VP-Bezirksparteiobmann Alois Margreiter. Selbiger betonte, dass Wolf keine Parteifunktion innehabe.

Dass Wolf das Posting gelöscht habe, sei richtig gewesen, so Margreiter, weil „die Wortwahl ohne Frage verfehlt war“. Dass „es bei der einheimischen Bevölkerung Unmut gibt, dass internationale Konflikte zunehmend nach Österreich hereingetragen werden, kann ich aber grundsätzlich nachvollziehen“. Wolf selbst hat sich gestern – via Facebook – entschuldigt. (mami)


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