Israels Luftwaffe beschießt Gaza-Ziele

Nach Raketenangriffen militanter Palästinenser hat die israelische Luftwaffe in der Nacht auf Freitag militärische Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas angegriffen. Dabei seien eine Waffenwerkstatt sowie unterirdische Infrastrukturen getroffen worden, hieß es in einer Stellungnahme der Armee. Man mache die Hamas für alle Angriffe aus dem Küstenstreifen verantwortlich.

Am Donnerstagabend waren zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Eine davon wurde nach Armeeangaben von dem Abwehrsystem Iron Dome abgefangen. Es gab keine Berichte zu Opfern oder Sachschaden. Ende August hatte die islamistische Palästinenserorganisation Hamas nach Vermittlung Katars eine Waffenruhe mit Israel verkündet. Danach gab es aber bereits mehrere Verstöße.

Seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen im Jahre 2007 haben Israel und die radikale Organisation sich drei Kriege geliefert. Israel und Ägypten halten das Gebiet unter Blockade und begründen dies mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Menschen leben in dem Palästinensergebiet unter schlechten Bedingungen. Die Hamas hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Am Dienstag hatte die israelische Armee mitgeteilt, sie habe einen „Terrortunnel“ gefunden, der vom Gazastreifen nach Israel führe. Um solche Unternehmungen zu stoppen, baut Israel eine 65 Kilometer lange unterirdische Mauer an der Grenze zu dem Küstengebiet. Diese soll den Angaben zufolge bis März fertig werden. Die Mauer aus Beton und Metallgitter ist auch mit Sensoren ausgestattet, die unterirdische Bauaktivitäten an Angriffstunneln entdecken sollen. Seit dem Gaza-Krieg 2014 hat Israel rund 20 solcher Tunnel entdeckt und zerstört.


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