„Hexer“ Kishou hielt für Schwaz den achten Sieg fest

Mit einem 28:27-Auswärtssieg gegen WestWien prolongierte Sparkasse Schwaz Handball Tirol den sensationellen Lauf in der spusu-Liga.

Jubelschrei: Schwaz-Goalie Aliaksei Kishou parierte in der Schlusssekunde einen Siebenmeter.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

Maria Enzersdorf –Der Anfang prägt, das Ende haftet. Mit viel Selbstvertrauen im Gepäck stellten sich die Schwazer Handballer am Freitag dem Tabellendritten WestWien entgegen – gespielt wurde im Ausweichquartier in der Südstadt. Nach wenigen Spielzügen war klar, dass für die entfesselten Tiroler auch im achten Spiel nur ein Sieg infrage kommt. Zittern musste man jedoch bis zur letzten Spielsekunde. Am Ende lag es an Goalie Aliaksei Kishou, den 28:27 (12:11)-Auswärtssieg mit einem parierten Siebenmeter von Julian Pratschner festzuhalten. Der „Hexer“ hat wieder zugeschlagen und gezeigt, warum er derzeit der beste Rückhalt der Liga ist. Die ausgestreckte Faust und der Urschrei des Weißrussen – das scheint die Gegner der Reihe nach einzuschüchtern.

„WestWien hat uns alles abverlangt. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben die ersten 15 Minuten souverän gestaltet“, erklärte Trainer Frank Bergemann. Letztlich hatte man das Glück der Tüchtigen: „Wir haben leichtfertig Bälle verloren, wollten mit dem Kopf durch die Wand und haben den Gegner zurück ins Spiel gebracht.“

Nach einem starken Beginn – nach sieben Minuten lagen die Adler 5:1 in Führung – kam gegen Ende der ersten Hälfte Sand ins Tiroler Getriebe. Viermal ließ der Wiener Julian Ranftl in Hälfte eins dem Schwaz-Schlussmann beim Siebenmeter keine Chance. Es ging mit einem 11:12-Rückstand in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte konnte sich kein Team richtig absetzen – die Tiroler Festung schien zu bröckeln. Im Angriff agierte man nicht mehr so variabel wie zuletzt, und die hungrigen Wiener konnten sich auf das Spiel der Tiroler immer besser einstellen. Vier Minuten vor Schluss stand es nur noch 26:25 für Tirol.

Julian Pratschner führte die Hausherren eine Minute vor Schluss per Siebenmeter auf 27:28 heran. Und als es unmittelbar vor der Schlusssirene erneut einen Siebenmeter für die Wiener gab, schien die Erfolgsserie von Handball Tirol fast zu Ende zu sein. Doch dann hatte „Hexer“ Kishou im Schwazer Tor seinen genialen Auftritt und hielt den achten Sieg in Serie fest.

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