Salzburg zu Gast bei der Austria - Ried gegen Sturm

Die 5. Bundesliga-Runde geht am Wochenende mit täglich drei Spielen über die Bühne. Am Samstag spielen ab 17 Uhr Austria Wien gegen Meister Salzburg, Ried gegen Sturm Graz und Altach gegen Admira. Dabei dürfen aufgrund regionaler Einschränkungen auf den anderen beiden Schauplätzen nur in Wien bis zu 3.000 Fans dabei sein. Am Sonntag bei LASK - St. Pölten und WSG Tirol - Hartberg (jeweils 14.30 Uhr) und WAC - Rapid dürfen laut neuer Verordnung nur maximal 1.500 Fans zusehen.

Im dicht befüllten Salzburger Terminplan mit den Highlight-Spielen in der Champions League ist beim Meister eine Dosierung der Kräfte gefragt. Drei Tage nach dem Remis gegen Lok Moskau und drei Tage vor der Auswärtspartie bei Atletico Madrid gastieren die „Roten Bullen“ in Wien. Gegen eine laut Jesse Marsch „stark verbesserte“ Austria plant der Titelverteidiger drei Zähler ein. Vielspieler sollen mit Blick auf Madrid aber geschont werden.

„Wichtig ist die Dosierung bei den Spielen bzw. in den Trainingseinheiten. Deshalb wird es so sein, dass wir gegen Austria doch ein wenig rotieren und frische Spieler zum Einsatz kommen“, sagte Marsch vor dem Spiel der fünften Runde. Der Amerikaner peilt vor der Reise in Spaniens Hauptstadt Sieg Nummer fünf in der Bundesliga an. 17 Tore hat Salzburg in den vier bisherigen Spielen erzielt. Die Austria ist aktuell Vierter. Sportlich wollen die Veilchen dem Favoriten ein Bein stellen. Dafür, so Cheftrainer Peter Stöger, müsse bei den Violetten alles passen.

Bei Sturm Graz zeigt indes der Trend vor dem Spiel bei der SV Ried nach oben. Die Grazer sind nach bisher sechs Saisonpartien - darunter zwei im ÖFB-Cup gegen unterklassige Gegner - noch ungeschlagen und feierten zuletzt zwei Siege. Dennoch gibt es laut Trainer Christian Ilzer noch genügend Luft nach oben. „Wir haben zum Teil gute Leistungen gebracht, aber zu einem richtigen Flow fehlt noch viel“, erklärte der 43-Jährige. Im letzten Spiel vor der dreiwöchigen Liga-Pause überzeugte Sturm mit einem 4:0 gegen Altach. Daran soll im Innviertel angeknüpft werden.

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Während Ilzer corona-bedingt nur einen Spieler vorgeben muss, der obendrein weit weg von einem Stammplatz ist, sind die Rieder im Moment von der Pandemie stärker betroffen. Vier Profis befinden sich derzeit nach positiven Tests in Quarantäne. Dennoch geht Trainer Gerald Baumgartner mit der Situation gelassen um. „Wir jammern nicht, es hat uns halt einfach erwischt. Jetzt haben andere die Chance, sich zu beweisen“, sagte der Salzburger.

Als einziger Bundesliga-Club kann SCR Altach weiterhin nur 500 Zuschauer ins Stadion lassen. Die Partie gegen die Admira ist für das Tabellenschlusslicht die dritte vor dieser Magerkulisse. Die Einnahmen geschmälert, der Heimvorteil fast weg - und jetzt kommt auch noch „Angstgegner“ Admira ins Ländle. Die Niederösterreicher sind gegen Altach seit sieben Duellen ungeschlagen, haben dabei drei Siege und vier Remis geholt.

Das alles fällt in eine Zeit, in der es sportlich für Altach so gar nicht läuft. Sechs Ligapartien in Folge warten die Vorarlberger schon auf einen vollen Erfolg. „Wir wollen Aggressivität an den Tag legen, den unbedingten Siegeswillen mitbringen - das sind Dinge, ohne die Erfolg nicht möglich ist“, betonte Trainer Alex Pastoor am Freitag.

In der Lavanttal-Arena steigt am Sonntag ein Duell zweier Bundesligisten, die zum Europa-League-Start sieglos geblieben sind. Dennoch fühlen sich sowohl der WAC nach dem Heim-1:1 gegen ZSKA Moskau als auch Rapid nach dem 1:2 im Allianz Stadion gegen Arsenal aufgrund der gezeigten Darbietungen in ihrer Zuversicht gestärkt. Der Wolfsberger Coach Ferdinand Feldhofer sprach am Donnerstag nach dem Kräftemessen mit den Russen auf dem ramponierten Klagenfurter Rasen von einer „guten Leistung“ seiner Mannschaft. Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer attestierte seiner Truppe gegen Arsenal sogar einen Auftritt auf „unglaublich hohem Niveau“.

Nach dem Europa-League-Auftritt in London gibt es für den LASK am Sonntag gegen St. Pölten wieder Bundesliga-Alltag. Auf der Gugl gastiert ein ausgeruhtes und punktegleiches Team, das der Konkurrenz in dieser Saison schon öfters Probleme bereitete. „Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns, um vorne dranzubleiben“, betonte LASK-Trainer Dominik Thalhammer. Aus LASK-Sicht gilt es eine stolze Serie zu verteidigen, in der Bundesliga sind die Oberösterreicher gegen den SKN bei sieben Siegen und drei Remis noch ungeschlagen.

St. Pölten hat seine jüngsten vier Auswärtsspiele gewonnen und dabei nicht weniger als 17 Tore erzielt. „Wir trauen uns auf jeden Fall auch beim LASK wieder einen Punktgewinn zu“, sagte Coach Robert Ibertsberger.

In turbulenten Zeiten empfängt die WSG Tirol am Sonntag den TSV Hartberg. Die noch sieglosen Steirer liegen nach vier Runden in der Fußball-Bundesliga aber zwei Punkte hinter den Tirolern und den selbst gesteckten Erwartungen zurück. Beide Teams sind auf der Suche nach dem kleinen Befreiungsschlag. „Die ganze Trainingswoche war sehr schwierig“, berichtete WSG-Coach Thomas Silberberger am Freitag. „Weil wir auf der einen Seite nach dem Cup-Aus (0:1 gegen FAC, Anm.) nicht wirklich mit Selbstvertrauen gesegnet sind, auf der anderen Seite durch die Covid-Fälle laufend improvisieren mussten.“


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