Faßmann schließt Schulschließungen aus

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) versichert, nach den diese Woche angelaufenen Herbstferien keine Schulschließungen durchführen zu wollen. Diesbezüglich wisse er die Regierung hinter sich, sagte Faßmann am Samstag im Ö1-Mittagsjournal. Mit den Bildungsreferenten der Länder hat das Ministerium am Freitag vereinbart, Pflichtschulen auch bei roter Ampelschaltung offen halten zu wollen.

„Es gibt keinerlei Absichten, nach den Herbstferien hier zu einem schulischen Schließen zu kommen“, sagte Faßmann. „Schließen wird uns die Unsicherheit nicht webringen.“ Allenfalls wenn sich die Situation dramatisch verschlechtern sollte, müsse er seine Position möglicherweise überdenken, räumte der Minister ein. Die Verkehrsverbünde forderte Faßmann auf, die Takte der Schulbusse zu verkürzen oder zumindest auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten.

Für das ab Herbst startende Projekt zur Förderung von „Brennpunktschulen“ will das Bildungsministerium die Teilnehmer selbst aussuchen, kündigte Faßmann . „Da kann man sich nicht freiwillig melden, da wird man aufgefordert“, sagte Faßmann. Wichtig sei aber, dass die jeweilige Schule mitmachen wolle. Rein statistische Kriterien wie der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund oder der Eltern mit (nur) Pflichtschulausbildung seien für die Auswahl zu wenig.

Die Bildungsreferenten der Bundesländer haben am Freitag mit dem Ministerium vereinbart, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Vor allem die Pflichtschulen - also Volks- und Mittelschulen sowie die Unterstufen der Gymnasien - sollen demnach auch bei roter Ampel geöffnet bleiben. Und sollten höhere Schulstufen ins „Distance Learning“ wechseln, sollen Maturaklassen weiter in den Schulen betreut werden.

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