Spaniens Regierung verhängt landesweiten Gesundheitsnotstand

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Spanien am Sonntag den landesweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Regierungschef Pedro Sanchez sagte in einer Fernsehansprache, der Ausnahmezustand werde bis Anfang Mai kommenden Jahres gelten. In den nächsten Monaten gelte in ganz Spanien mit Ausnahme der kanarischen Inseln eine nächtliche Ausgangssperre. Insgesamt gehen die Neuinfektions-Zahlen in vielen Ländern Europas in bedenklichem Ausmaß nach oben.

In Ungarn wurden beispielsweise innerhalb eines Tages 3.149 neue Corona-Fälle registriert, lautete die offizielle Statistik am Sonntag. Einen Tag zuvor waren es 1.820 Fälle. Ähnlich das Bild in Tschechien, Kroatien, Slowenien, Russland und Deutschland. Vielerorts wurden strengere Einschränkungen angekündigt oder teilweise schon umgesetzt.

In Ungarn stieg die Zahl der identifizierten SARS-CoV-2-Fälle auf insgesamt 59.247, die der Opfer auf 1.425, da innerhalb eines Tages 35 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Der ungarische Premier Viktor Orban hatte am Freitag angekündigt, auf eine allgemeine Maskenpflicht in Ungarn zu drängen, da das Bremsen der Pandemie vom Maskentragen abhänge. Bereits am Freitag war das Tragen der MNS-Masken auf Veranstaltungen im Freien ausgeweitet worden, wie etwa bei Fußballspielen und Demonstrationen.

Tschechien meldete am Sonntag mit 12.472 Neuinfektionen den bisher höchsten Wert für einen Wochenendtag. Das sind zwar fast 3.000 Fälle weniger als der am Vortag verzeichnete Rekord von erstmals mehr als 15.000. Allerdings fallen die Zahlen am Wochenende in der Regel niedriger aus, weil die Behörden dann häufig weniger Daten übermitteln.

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Kroatien verzeichnete zum zweiten Mal in Folge einen Rekord bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb von 24 Stunden wurden insgesamt 2.421 neue Fälle verzeichnet, davon rund 980 allein in der Hauptstadt Zagreb. Die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 11.144, teilte der Krisenstab am Sonntag mit. An oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben acht Personen. In den Spitälern werden 825 Patienten behandelt, davon werden 58 künstlich beatmet.

Am Montag sollen in Kroatien zusätzliche Corona-Maßnahmen eingeführt werden, die am Sonntag vorgestellt werden. Wie der Krisenstableiter, Innenminister Davor Bozinovic, ankündigte, werden sich die Maßnahmen auf die Einschränkung von engen Kontakten beziehen. Eine nächtliche Ausgangsperre oder einen totalen Lockdown schloss der Innenminister laut Medienberichten aus.

In Slowenien wurden unterdessen am Samstag 1.675 Neuinfektionen registriert. Die Positivitätsrate der Testungen betrug 29 Prozent. Im Land gibt es 14.288 aktive Corona-Fälle. Von 508 Patienten, die im Krankenhäusern behandelt werden, befinden sich 71 auf Intensivstation. Am Samstag starben sechs Personen an oder mit einer Covid-Erkrankung.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5.587 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032.

Russland hat am Sonntag 16.710 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 200 mehr als am Samstag. Allein 4.455 Ansteckungen seien binnen 24 Stunden in Moskau hinzugekommen, teilen die Behörden mit. Damit stieg die Zahl der landesweit bestätigten Ansteckungen mit dem neuartigen Virus auf über 1,5 Millionen. 229 weitere infizierte Menschen starben. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich somit auf 26.050. Russland weist nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die viertmeisten Infektionsfälle auf.

Als achtes Land der Welt hat Kolumbien mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag (Ortszeit) stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in dem südamerikanischen Land seit Beginn der Pandemie auf 1.007.711.


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