„100 years“-Modelle von Mazda: Fein gemacht – nicht nur zum Jubiläum

100 Jahre Mazda feiern die Japaner mit „100 years“-Modellen. Weißer Metallic-Lack und rotes Leder veredeln den wohlgeformten 3.

Der neuen Mazda 3 zählt mit hinreißender Formgestaltung zu den Schönheiten der Kompaktklasse.
© Fellner Reinhard

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –In Hiroshima ticken die automobilen Uhren oftmals anders. So setzt Mazda schon seit der Weiterentwicklung des Wankelmotors auf eigenständige technische Lösungen. Zusammen mit der mittlerweile unverwechselbaren „Kodo“-Designlinie steht ein Mazda heutzutage für ein routiniert gemachtes Großserienprodukt, nicht aber für ein profanes Auto von der Stange.

Der neue Mazda 3 verkörpert dies alles beispielhaft. Als der coupéartig modellierte Kompaktwagen letztes Jahr präsentiert wurde, blieb vielen Autoenthusiasten erst einmal der Mund offen – so scharf und geschmackvoll ist der Fünftürer gezeichnet. Speziell die Form des Hecks würde auch manchen Sportwagen zur Ehre gereichen.

Der edle Innenraum präsentiert sich im „100 years“ in rotem Leder.
© Fellner Reinhard

Auch innen setzt der 4,4-Meter-Beau auf Geschmack. Feines Design trifft hier auf Materialien und Ergonomie auf Premium-Niveau.

Noch ein wenig edler wird es im 3 in der „100 years“-Modellvariante, die das 100-Jahr-Gründungsjubiläum von Mazda zelebriert. Wie immer bei Mazda: eher ausgefallen. Denn die „100 years“-Modelle treten allesamt in der Außenfarbe „Snowflake-Weiß-Metallic“ auf. Dazu paart sich ein Innenraum mit burgunderroten Ledersitzen und Teppichen samt weißen Ausstattungselementen am Armaturenbrett, den Türen und an der Mittelkonsole. Eine geschmackvoll gemachte Hommage an den ersten Mazda-Pkw, das R360 Coupé.

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Mit diesem hat der 3 zwar die Farbkombination gemein, bietet als Sondermodell aber noch jede Menge an Zuwendungen – ja, eigentlich handelt es sich um eine ganze Vollausstattung auf Oberklasseniveau bis hin zur Lenkradheizung und Vollassistenz. So kommen zum Ausstattungslevel der Top-Version GT+ noch ein 360-Grad-Umgebungsmonitor, ein Bose-Soundsystem, ein Querverkehrswarner sowie Memoryfunktionen am Fahrersitz, am Head-up-Display sowie an den Außenspiegeln. Auch motorisch herrscht Vollfettstufe, obwohl der selbstzündende 180-PS-Benziner ja eigentlich aufs Sparen getrimmt wurde. Das ging mit einem Testverbrauch von 6,9 Litern auch auf. Zugleich liefert das harmonisch hochdrehende Aggregat auch ohne Turbo hervorragende Fahrleistungen. Am meisten Spaß macht es jedoch, mit dem leisen und kultivierten Antrieb bei angenehm niedrigem Geräuschniveau im Innenraum dahinzugleiten. Wer es flotter angehen will, der trifft eine kurzwegig zu schaltende Sechsgangbox, eine exakt-direkte Lenkung und ein Fahrwerk mit Reserven.

Wenn Mazda nun so ein Auto mit 33.790 Euro auspreist, so macht es das Jubiläums-Sondermodell geradezu zum Schnäppchen der ganzen Modellpalette. Weitere „100 years“-Varianten ergänzen bis 2021 alle übrigen Modelle.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benziner

Hubraum: 1998 ccm

Drehmoment: 224 Nm bei 3000 U/min

Leistung: 132 kW/180 PS

L/B/H: 4460/1795/1435 mm

Gewicht: 1395/1929 kg

Kofferraumvolumen: 330–1022 l

Tankinhalt: 51 l

Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h

0 – 100 km/h: 8,2 Sekunden

Verbrauch: 6,9 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Frontantrieb

Preis: 33.790 Euro

CO2-Emission: 131 g/km


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