Hotel-Gruppe Jufa investiert in Steinach, weitere Hotels geplant

Das Jufa Hotel Wipptal wird um 1,75 Mio. Euro umgebaut. Zwei weitere Hotels in Tirol sind in Planung.

Die 80 Zimmer des Hotels werden modernisiert, Gastro- sowie Wellness- und Fitnessbereich erweitert.
© Lenz

Steinach am Brenner – Mitten in der Corona-Krise investiert die österreichische Hotelkette Jufa 1,75 Mio. Euro in das Jufa Hotel Wipptal in Steinach am Brenner. Ziel sei eine Standortverbesserung, das Zweieinhalb-Sterne-Haus soll zu einem Drei-Sterne-Hotel „mit starker Familienorientierung“ werden, erklärte Jufa-Vorstand Gerhard Wendl gegenüber der TT. Das soll unter anderem mit Erweiterungen der Gastronomieflächen sowie im Wellness- und Fitnessbereich gelingen. Zudem wird auf 400 Quadratmetern „der größte Indoor-Holz-Spielebereich in Tirol“ entstehen. Dieser soll auch für die regionale Bevölkerung offen stehen.

Laut Jufa verzeichnete das Hotel bislang jährlich rund 35.000 Nächtigungen. Im Zug­e des Umbaus würden die 80 Zimmer komplett neu gestaltet. Die Zahl der Betten verringert sich von 283 auf rund 180.

Die Neugestaltung des Hotels soll im Juni abgeschlossen sein. „Wir haben uns entschlossen, trotz der Corona-­Maßnahmen umzubauen“, sagt Wendl, der pandemiebedingt „mit einer kürzeren Saison“ rechnet. Das Hotel werde während des Umbaus geöffnet bleiben. „Wir bauen das Hotel nicht in einem Stück um, sondern in Bereichen. Das hängt sicher auch mit der erwarteten Auslastung zusammen“, erklärt der Jufa-Vorstand.

Die Jufa-Gruppe erzielt mit ihren 60 Hotels in Österreich und weiteren in Ungarn, Deutschland, und Liechtenstein einen Umsatz von rund 90 Mio. Euro. Ein Ergebnis, das heuer wohl nicht erreicht wird. „Das Minus von 20 Mio. Euro im Lockdown kann man nicht aufholen. Aber im August lag die Auslastung immerhin rund 5 Prozent über dem Vorjahr.“ Für die Wintersaison hofft Wendl auf „einen geordneten Tourismus“, wobei Einbußen erwartet werden. „Es fehlen natürlich Gäste aus Deutschland.“

Dennoch plant Jufa mit einer Erholung des Tourismus und treibt weitere Projekte in Tirol voran. So hofft Wendl, dass man bei geplanten Hotelprojekten in Mutters und Galtür in den kommenden Monaten „ein paar Schritte weiterkommt“. (ecke)


Kommentieren


Schlagworte