Rot-weiß-rotes Triumvirat plant den ersten „Dreier“ in der Europa League

Während Rapid (in Molde) und der LASK (gegen Rasgrad) leicht favorisiert werden, ist der WAC heute in Rotterdam klarer Außenseiter.

Gegen ZSKA Moskau feierte Matthäus Taferner sein Europacup-Debüt – heute geht es in das legendäre De Kuip zu Rotterdam.
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Innsbruck – Auch in der Europa League geht es heute mit voller Kraft weiter – die drei österreichischen Clubs haben dabei berechtigte Hoffnung auf Punkte:

Rapid Wien: Eine Woche nach dem unglücklichen 1:2 gegen Top-Favorit Arsenal gastiert Österreichs Vizemeister heute (21 Uhr/live Puls 4 und DAZN) in Molde. Aufgrund der strengen Corona-Vorschriften in Norwegen machten sich die Hüttel­dorfer bereits am Dienstag auf den Weg in den hohen Norden. Vor dem Abflug gab es keinerlei Überraschungen. „Alle Tests waren negativ“, berichtete Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. Nachsatz: „Das Einzige, was jetzt positiv sein soll, ist das Resultat des Spiels.“

Im Gegensatz zu Rapid hat der norwegische Vorjahresmeister sein Auftaktspiel gewonnen, trotz 0:1-Pausenrückstand glückte beim irischen Vertreter Dundalk noch ein 2:1-Erfolg. „Das ist ein guter Gegner, es wird ein enges Spiel“, warnte Kühbaue­r. Die Grün-Weißen müssen indes heute auf einen Schlüsselspieler verzichten: Torjäger Taxiarchis Fountas fällt aufgrund seines Bruchs des Mittelhandknochens für das Treffen mit den Erben des nunmehrigen ManUnited-Coaches Ole Gunna Solskjaer aus. Es ist gewissermaßen auch ein Treffen mit den Erben von Ole Gunnar Solskjaer (Molde-Trainer von 2011 bis 2013 bzw. 2015 bis 2018).

Rapid (Grahovac, l.) wusste schon gegen Arsenal (Aubameyang) zu überzeugen, heute soll in Molde die Leistung in Punkte umgemünzt werden.Foto: gepa

LASK: Im „Bonusspiel“ bei Tottenham zum Auftakt ohne Punkte geblieben, peilt man heute (18.55 Uhr/live DAZN) das erste Erfolgserlebnis an. Im Heimspiel gegen Bulgariens Serienmeister Ludogorez Rasgrad wollen die „Athletiker“ ihre altbekannten Tugenden ausspielen und als Sieger hervorgehen. „Unser Ziel sind drei Punkte“, stellte LASK-Coach Dominik Thalhammer klar. Aber aufgepasst: Mit den Bulgaren, die freilich zum größten Teil aus Legionären bestehen, kommt kein einfacher Gegner auf Alexander Schlager und Co. zu. Der neunfache Meister (2012 bis 2020) ist seit Jahren Europacup-Dauergast und war in den jüngsten acht Saisonen (inklusive der jetzigen) siebenmal in einer Gruppenphase vertreten – zweimal gar in der Königsklasse. Außerdem darf Rasgrad auf einen Trainer-Effekt hoffen – vor der Partie ersetzte Interimstrainer Stanislaw Gentschew den geschassten Tschechen Pavel Vrba.

WAC: Am schwersten haben es wohl die Kärntner, schließlich wartet heute (18.55 MEZ/live DAZN) mit dem niederländischen Traditionsclub Feyenoord Rotterdam ein großer Name. „Um dort etwas mitzunehmen, braucht es eine absolute Topleistung“, betonte Feldhofer vor dem Gastspiel im De Kuip. So wie beim 1:1 gegen ZSKA Moskau vor einer Woche. Bei den Lavantalern hofft natürlich auch Tirols Matthäus Taferner auf Einsatzminuten. (t.w., APA)


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