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Rassismus in Filmklassikern: Als bei Disney noch alle Affen tanzten

Der US-Medienkonzern Disney hat das Rassismus-Problem in seinen Klassikern erkannt. Einblendungen im Streamingkanal Disney+ weisen darauf hin. Ist das genug?

Dschungelbuch (1967): Der Film um das Findelkind Mogli wurde nach Vorlage von Rudyard Kipling verfilmt. Er enthält rassistische Steretotypen wie die Darstellung des Affen King Louis mit afroamerikanischen Merkmalen.
© imagostock

Von Theresa Mair

Jedes Kind hat seinen Lieblings-Disney-Film, ob es nun „Die Eiskönigin“, „Mulan“ oder „König der Löwen“ ist. Erwachsene erinnern sich mit Wonne an die Trickfilme zurück, in denen das Gute stets über das Böse siegt, und die Werte wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft vermitteln. Was man als Mitglied einer weißen Mehrheitsgesellschaft – noch dazu als Kind – in der Disney-Traumwelt vielleicht gar nicht so wahrnimmt, ist, dass vor allem die Klassiker eine Reihe stereo­typer, rassistischer Darstellungen enthalten, welche seit Jahrzehnten mit den Filmen mittransportiert werden. In „Das Dschungelbuch“ (1967) ist es etwa der dauersingende und tanzende Orang-Utan King Louis, der im Jive Talk, einem afroamerikanischen Slang, spricht. Das rassistische Mus­ter, schwarze Menschen als Affen darzustellen, ist bekannt. Und dann ist da noch Khan – der böse Tiger mit muslimischem Namen.

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