WSG Tirol sucht ihren „Ethan Hunt“

In der sechsten Runde der tipico Bundesliga wartet auf die WSG Tirol heute (17 Uhr/live TT.com-Ticker) eine „Mission Impossible“. Gegen Meister Salzburg wollen die Tiroler aber in die Paraderolle von Tom Cruise schlüpfen.

Eine Erinnerung, die Auftrieb gibt: Im Mai ärgerten Flo Rieder und Co. die Bullen (Andreas Ulmer) bei einem 1:1 in einem Testspiel.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Salzburg, Wattens –Dass WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger Dinge gerne launig auf den Punkt bringt, weiß jeder, der schon einmal mit dem Wörgler zu tun hatte. Und in diesem Zusammenhang enttäuschte der 47-Jährige auch vor dem Gastspiel bei Meister RB Salzburg nicht: „Das, was wir an Budget haben, hat Salzburg an Reisekosten“, meinte „Silbi“ vor jenem Match, das kein Bundesligist so richtig gerne bestreitet.

Nimmt man vor dem ungleichen Duell die Statistik zum Maßstab, könnten sich die Tiroler die Fahrt über den Walserberg schlichtweg sparen: Die beiden bisherigen Partien gegen Salzburg in der Liga verlor man jeweils 1:5, die Bullen sind zudem seit acht Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen und verloren nur eines der vergangenen 62 Heimmatches in der Meisterschaft. Da braucht es nicht mehr viele Worte. „Ich habe zu meiner Mannschaft gesagt, dass ich weiß, dass ich von ihnen etwas Unmögliches einfordere, nämlich zu punkten“, meinte Silberberger. Die WSG Tirol sucht sozusagen ihren „Ethan Hunt“ – die Paraderolle von Tom Cruise in der Agententhriller-Reihe „Mission Impossible“.

⚽ tipico Bundesliga, 6. Spieltag

  • Red Bull Salzburg - WSG Tirol 17.00 Uhr
  • Hartberg - Austria Wien 17.00 Uhr
  • St. Pölten - SV Ried 17.00 Uhr
  • Sonntag: Rapid - Altach (14.30 Uhr), Admira - WAC (14.30 Uhr), Sturm Graz - LASK (17.00 Uhr)

„Keiner in Österreich setzt einen Pfifferling auf uns, aber wir fahren nicht hin, um die weiße Fahne zu hissen“, betont Sportmanager Stefan Köck. „Wir werden Spielglück und individuelle Top-Leistungen brauchen.“ Gut, dass die WSG Tirol in diesem Zusammenhang wieder auf Fabian Koch setzen kann, der nach überstandener Grippe wohl direkt in die Startaufstellung zurückkehrt. Auch die drei ehemaligen Corona-Patienten sind heute einsatzbereit, sofern am Spieltag nicht eine negative Überraschung in Form eines positiven Tests dazukommt. Nach der ordentlichen Leistung gegen Hartberg (1:1) hoffen die Tiroler insgeheim natürlich, dass man von den Bullen – im Sandwich zwischen den Champions-League-Spielen gegen Atlético Madrid (2:3-Niederlage am Dienstag) und den FC Bayern (Dienstag, 3.11.) – nicht ganz für voll genommen wird.

Dagegen spricht, dass die Salzburger heute die Rotationsmaschine anwerfen, was auch Sportdirektor Christoph Freund bestätigte: „Es werden heute sicher wieder einige Spieler zum Einsatz kommen, die heuer noch nicht so viele Minuten gespielt haben. Aber wir haben einen guten Kader und auch schon letztes Wochenende gegen Austria mit einer etwas anderen Mannschaft ein richtig gutes Spiel gesehen.“ Das weiß auch Silberberger: „Wenn wir 20-mal gegen Red Bull spielen, gibt’s davon 15-mal eine Klatsche. Drei- bis viermal ist es ein bisschen enger. Und einmal sind wir richtig dabei. Vielleicht ist heute dieser Tag.“ Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

Coronavirus: Die routinemäßigen Covid-19-Testungen haben bei einem Spieler der Admira und einem Hartberg-Akteur jeweils ein positives Ergebnis gebracht. Die weiteren Tests bei Mannschaft, Betreuern und Staff waren in beiden Fällen aber allesamt negativ. Damit steht dem Match der Admira gegen den WAC am Sonntag, sowie dem heutigen Aufeinandertreffen zwischen Hartberg und der Austria nichts im Wege.


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