Im Pillerseetal setzt man auch im Winter auf Natur

Eine Taskforce arbeitet mit Hochdruck an Handlungsempfehlungen für die Wintersaison. Elf Regionen setzen heuer auf digitale Registrierung.

Vor allem mit Erlebnissen in der freien Natur will das Pillerseetal in diesem Winter punkten.
© TVB PillerseeTal/Defrancesco

Von Michael Mader

Fieberbrunn, Kitzbühel – Was im Sommer gut war, soll auch im Winter funktionieren. Das Pillerseetal konnte in der abgelaufenen Sommersaison nämlich vor allem mit den Aktivitäten in der freien Natur punkten und kam bei den Nächtigungszahlen noch einmal mit einem blauen Auge davon.

„Im Mai und Juni haben uns 120.000 Nächtigungen gefehlt. Das haben wir natürlich nicht mehr aufholen können. In Summe sind wir 17 Prozent hinter den Zahlen des Vorjahressommers. Damit müssen wir zufrieden sein. Wir hatten zum Beispiel 50 Prozent mehr Gäste aus Österreich“, weiß TVB-Geschäftsführer Armin Kuen.

Deshalb legt der Tourismusverband auch in der kommenden Wintersaison einen deutlichen Schwerpunkt auf die Erlebnisse in der freie­n Natur in der Region.

So werden die beliebten Winter- und Schneeschuhwanderungen mit den erfahrenen Guides nahezu jeden Tag angeboten. Wer sich lieber allein auf den Weg macht, für den bietet die interaktive Tourenkarte eine große Auswahl an Vorschlägen samt GPX-Daten und einer praktischen Checkliste für die Planung. Dazu kommen unter anderem Lamatrekking, Wildtierfütterungen, Fackelwanderungen und heuer neu die Laternenwanderungen, die vor allem auch für Kinder ein besonderes Erlebnis versprechen.

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Früh aufstehen heißt es hingegen beim Early Bird Skiing, das erstmals von den Bergbahnen Fieberbrunn angeboten wird. Jeden Mittwoch kommen 100 Skifans bereits ab 7.30 Uhr in den Genuss eines exklusiven Skivergnügens im Skicircus. Auch für die Langläufer sind die Loipen bereits ab den ersten Sonnenstrahlen frisch präpariert, so dass auch einem Early Bird Langlauf nichts im Wege steht.

Eine regionale Taskforce, bestehend aus Vertretern der Bergbahnen, der Gemeinden und des Tourismusverbandes, arbeitet mit Hochdruck an umsetzbaren Handlungsempfehlungen und konkreten Maßnahmen für die Wintersaison.

Gemeinsam mit zehn weiteren Tourismusregionen hat der TVB bereits Mitte Oktober auch für die neu vorgeschriebene Registrierungspflicht eine digitale Lösung vorgestellt. Besonders freut es Kuen, dass es hier gelungen ist, elf Ferien­regionen mit insgesamt 13,5 Millionen Nächtigungen, zusammenzubringen.

Zum Saisonbeginn starten sie mit einem „Digitalen Corona-Gästebuch“: So heißt das Tool, mit dem Besucher sich im Restaurant in Sekundenschnelle registrieren können und das zugleich bei der Verfolgung potenzieller Infektionsketten wertvolle Zeit spart.

Urlauber müssen nicht auf Kellner oder Verkäufer warten, um ihre Daten mit dem Stift in Formulare einzutragen. Im Ernstfall leitet die Firma, die das Tool entwickelt hat, die Mobilfunknummern sofort an die Gesundheitsbehörden weiter und die Kontaktverfolgung kann umgehend beginnen. Die Daten werden nach 28 Tagen datenschutzkonform wieder gelöscht.

Zum Sicherheits-Bündnis gehören auf Tiroler Seite die Ferienregionen Alpbachtal, Wildschönau, Hohe Salve, Brixental, Kitzbühel, St. Johann in Tirol, Pillerseetal, Wilder Kaiser und Kufsteinerland, im Salzburger Land sind es Saalbach Hinterglemm und Saalfelden-Leogang – allesamt namhafte Destinationen mit Wintersportgebieten von Weltruf. Hier soll die Zusammenarbeit auch in Zukunft noch vertieft werden.


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