Studentischer Wohnraum in Innsbruck: Fünf Projekte im Fokus

Laut BM Willi sollen fünf Standorte für studentisches Wohnen „fix kommen“. Das Modell des „einen großen Campus“ gebe es nicht.

Georg Willi (Bürgermeister Innsbruck): „Bei den geplanten Projekten geht es in Summe um über 1000 Plätze für Studierende.“
© TT/De Moor

Innsbruck – Wie geht es bei der Schaffung von dringend benötigtem studentischen Wohnraum in Innsbruck weiter? Im TT-Gespräch präzisiert BM Georg Willi (Grüne) die weiteren Schritte, auf die man sich im Gespräch mit LR Beat­e Palfrader (ÖVP) verständigt habe: „Sehr rasch“ solle nun eine Arbeitsgruppe aus Stadt, Land und IIG (Innsbrucker Immobiliengesellschaft) die Arbeit aufnehmen und bis spätestens Ende Jänner Ergebnisse vorlegen.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit fünf konkreten Projekten, die laut Willi „fix kommen“ sollen – an den Standorten Sandwirt-Areal (Reichenau), Schlachthof-Block, Ulfiswiese (Technik), Frau-Hitt-Straße und Karmelitergasse. Die IIG werde zudem noch weitere Vorhaben zusammenstellen, „wo Privat­e Studierendenheime bauen wollen“. In Summe gehe es um über 1000 Plätze. Die Stadt werde diese Liste ans Land schicken – mit Einschätzungen, wie lange Planungs- und Umsetzungsphase bei den einzelnen Projekten dauern dürften. Gebaut werden dürfte frühestens ab 2022.

Mit dem Land sei noch zu klären, wie die für das studentische Wohnen reservierten 50 Mio. Euro an Wohnbauförderungsmitteln eingesetzt werden, so Willi. Das Land habe jedenfalls ein­e Erhöhung der Förderung für studentisches Wohnen um 50 % zugesichert. Ziel sei zudem, eine Obergrenze von 400 Euro pro Zimmer im Monat (abgesehen von der Indexierung) „dauerhaft abzusichern“. Der beste rechtliche Weg dafür – etwa über eine eigene Widmungskategorie oder über Verträge – sei noch zu eruieren. Jedenfalls habe die detaillierte Studie „Studentisches Wohnen in Innsbruck 2019“ klar gezeigt, dass es vor allem günstige Plätze brauche.

Das etwa aus den USA bekannte Modell mit einem großen Campus habe man in Innsbruck nicht, dort seien die Studentenheime traditionell über die Stadt verteilt, was er auch „gescheiter“ finde, so Willi. Beim Sandwirt werde aber durchaus ein größeres Haus entstehen, mit „500 Plätzen aufwärts“. Aber auch Pläne für einen Studentencampus beim Innrain in direkter Nähe zur Uni wolle man nicht aus den Augen lassen.

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Genau das fordern StR Christine Oppitz-Plörer und Klubobmann Lucas Krackl („Für Innsbruck“) vehement ein: Man werde dafür Sorge tragen, dass die Themen „Campus Innrain“ und „Campus Technik“ auf der Agenda bleiben. Zudem brauche es schon jetzt mehr Einbindung der Hochschulen, der Hochschülerschaft und des Stadtentwicklungsausschusses, betonen sie. (md)


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