Lösung für Übersetzer überfällig, Kritik von der Opposition

Innsbruck – Der jüngste TT-Bericht über Proteste der zertifizierten Gerichtsdolmetscher wegen deren Entlohnung rief Reaktionen hervor – auch bei den Oppositionsparteien. So sichert SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim den zertifizierten Übersetzern ihre „volle Unterstützung zu“ – schließlich seien sie „für die Rechtsprechung in vielen Bereichen unverzichtbar“. Yildirim kritisiert dabei den Kurs der Regierung, wonach nach jahrelangen Versprechungen das Gebührenanspruchsgesetz von 2007 nun wieder nicht angepasst worden ist.

Der Tiroler FPÖ-Obmann und Rechtsanwalt Markus Abwerzger sieht dadurch die Gerichtsbarkeit in Gefahr, „da Qualitätsstandards nicht mehr eingehalten werden können“, weil Übersetzungen zwangsläufig von immer weniger ausgebildeten Dolmetschern getätigt würden. „Weniger verdienen wie vor 13 Jahren – das geht nicht. Wie beim Justizvollzug wird hier nichts gemacht.“ (fell)


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