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IKG-Ehrenpräsidentin Esther Fritsch: „Brauchen Gedenken auf Augenhöhe“

Die Menora am Landhausplatz, das Mahnmal am Gelände der Uniklinik (rechts oben) oder die Gedenktafel für das in Auschwitz ermordete Mädchen Ilse Brüll – all diese und andere Gedenkorte führt IKG-Ehrenpräsidentin Esther Fritsch als „sinnvolle und berührende“ Beispiele an.
© Michael Domanig

Esther Fritsch, Ehrenpräsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, begrüßt lokale Gedenkinitiativen, findet aber die Symbolik von „Stolpersteinen“ problematisch. Sie verweist auf gelungene Erinnerungsorte in Innsbruck.

Von Michael Domanig

Innsbruck – In genau einer Woche jährt sich wieder das nationalsozialistische Novemberpogrom von 1938. Die gezielten Ausschreitungen gegen jüdische Mitbürger verliefen in Innsbruck besonders brutal – mit vier Ermordeten, Dutzenden Verletzten, der Zerstörung der Synagoge, geplünderten jüdischen Geschäften und Wohnungen.

Schon seit Monaten wird das Thema Gedenkkultur in Innsbruck kontrovers diskutiert. Zuletzt hat der Kulturausschuss eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie soll u. a. klären, ob und unter welchen Bedingungen die Stadt Privatpersonen gestatten soll, Gedenkzeichen im öffentlichen Raum zu errichten. Anlass ist die Ini­tiative „Stolpersteine für Tirol“, die solche im Boden verlegten Gedenksteine auch für Innsbruck anregt.

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