Alte Bezirksmarke auf der Fernpasshöhe muss weichen

Der „Brotlaibstein“ auf der Fernpasshöhe ist einer Fahrrad-Bushaltestelle im Weg.

Links vom metallenen Vermessungspunkt hebt sich in der Bildmitte der Brotlaib als jahrhundertealte Bezirksgrenze vom Felsen ab.
© Paschinger

Nassereith, Biberwier – Die beiden geplanten Fahrrad-Bushaltestellen auf der Fernpasshöhe sowie die Aufweitung des Umkehrplatzes waren am Montagvormittag Gegenstand einer mündlichen Verhandlung vor Ort. „Positiv“ beschreibt der Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll die Verhandlung als offizieller Antragsteller der Haltestellen. Immerhin erfahren sowohl der Radweg Via Claudia als auch der Starkenberger Panoramaweg mit diesem gut gesicherten Ausgangspunkt eine Aufwertung.

Dafür zeichnet sich allerdings ein Wermutstropfen ab: Der so genannte Brotlaibstein steht nämlich der nötigen, 19 Meter langen Busbucht in Fahrtrichtung Imst im Weg. (Der Brotlaib wurde der Legende nach in der Pestzeit herausgemeißelt und stellt bis heute die Bezirksgrenze dar.)

„Uns ist es in erster Linie wichtig, Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger herzustellen“, sagt Robert Zach von der Landesstraßenverwaltung. Über den Brotlaibstein sei weiter nicht gesprochen worden. Sollte der Wunsch nach einer Gedenktafel oder einer Versetzung des Felsens auftauchen, würde man sich seitens der Landesstraßenverwaltung nicht verschließen. Allerdings sei auch die Frage der Kosten zu stellen.

Ähnlich argumentiert auch Wolfgang Haas, der Leiter des Reuttener Baubezirksamtes, das für Planung und Ausführung verantwortlich zeichnet. „Es handelt sich um Kalkstein – eine Versetzung ist aufgrund der Brüchigkeit schwierig und aufwändig.“ (pascal)

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