Netzwerk der Alpenregionen spricht sich für Mautaufschlag aus

Eine am Montag präsentierte Studie zeigt, dass ehrgeizige politische Verlagerungsmaßnahmen wie die volle Anrechnung externer Kosten im Straßengüterverkehr zur Verkehrsverlagerung im Alpentransit dringend notwendig sind.

Felipe fordert Anrechnung der externen Kosten auf Mauten.
© Rosner

Innsbruck – Das „iMonitra­f!“- Netzwerk der Alpenregionen entlang der wichtigsten Transitkorridore über die Alpen hat sich gestern für eine deutliche Verringerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf der Straße in den kommenden Jahren ausgesprochen. „Eine effiziente Verlagerungspolitik im Alpentransit bedarf gemeinsam abgestimmter und harmonisierter Maßnahmen“, betont Tirols Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felip­e (Grüne).

Eine am Montag bei einer Videokonferenz präsentierte Studie zeigt, dass ehrgeizige politische Verlagerungsmaßnahmen wie die volle Anrechnung externer Kosten im Straßengüterverkehr zur Verkehrsverlagerung im Alpentransit dringend notwendig sind. Nicht zuletzt, um die Belastung auf den Straßen zu reduzieren und den Ausstoß von CO2 und anderen Luft-und Lärmemissionen zu verringern.

Weil der Alpentransit bis 2030 wahrscheinlich weiter deutlich zunehmen wird, verweist Felipe auf „die Dringlichkeit einer ambitionierten, abgestimmten Verlagerungspolitik in der gesamten EU, zum Schutz der Bevölkerung und zur Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses über die Alpenkorridore.“ Dazu von den Netzwerk-Partnern Tirol, Südtirol, Trentino und der Zentralschweiz eine gemeinsame Resolution verabschiedet. Felipe: „Wir haben uns darauf geeinigt, das ,Europäische Jahr der Schien­e 2021‘ zu nutzen, um die Wichtigkeit harmonisierter politischer Maßnahmen zur Verlagerung von Straße auf Schiene im Alpentransi­t hervorzuheben.“ Dafür soll das „Toll Plus“-System in der EU politisch vorangetrieben werden, also der beabsichtigte Aufschlag auf die bestehenden Mautgebühren auf den alpenüberquerenden Autobahnen. (TT)

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren


Schlagworte