Fiat Cinquecento: Elektrisierendes Turiner Trio

Die dritte Generation des Fiat Cinquecento zitiert die Form ihrer Vorgänger, technisch ist sie von einer anderen Welt: Der elegante Kleinstwagen fährt rein elektrisch. Drei Karosserievarianten stehen zur Wahl.

Die neue Cinquecento-Generation wird als Hatchback, Cabrio und als 3+1-Variante mit einer zusätzlichen, hinten angeschlagenen Fondtür angeboten. Die Preisliste eröffnet mit 24.990 Euro.
© Fiat

Turin – Was würde wohl Sergio Marchionne dazu sagen? Der 2018 verstorbene Manager, der Fiat finanztechnisch zu neuen Höhenflügen verholfen hatte, machte in seiner Amtszeit als Chief Executive Officer keinen Hehl daraus, was er von einem elektrifizierten Cinquecento hält: Nicht viel. So ein Konstrukt gab es schon einmal, reserviert für den nordamerikanischen Markt. Da der Kleinstwagen-Stromer in den Augen Marchionnes als Verlustbringer galt, stellten die Italiener die Produktion des Derivats rasch wieder ein.

Nun allerdings kehrt der elektrifizierte Cityfloh zurück – mit der Aussicht auf eine dauerhafte Präsenz, denn die neue Generation des Cinquecento ist, zumindest vorläufig, rein elektrisch ausgeführt. Trotzdem besteht eine Auswahl: zwischen zwei Leistungsstufen/zwei Akku­größen einerseits, zwischen drei Karosserievarianten andererseits. Zudem darf der Hinweis auf vier Ausstattungsniveaus nicht fehlen.

Aber der Reihe nach: Der 3,63 Meter lange Cinquecent­o der dritten Generation verfügt grundsätzlich über vier Sitzplätze und über einen Radstand von 2,32 Metern. Der Kofferraum fasst zwischen 185 und 550 Liter, lässt also hinsichtlich der Gepäckaufnahme erwartungsgemäß nicht viel Spielraum.

Mindestens 180 Kilometer Reichweite

Anders sieht es bei der Motorisierung aus: Die Basisversion ist mit einem 95 PS starken Elektromotor versehen, der mit einem Lithium-Ionen-Akku zusammengespannt ist, der mit 21,3 Kilowattstunden Netto-Kapazität aufwarten kann. Die Reichweite nach dem WLTP-Standard beträgt hier 180 Kilometer.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Wesentlich weiter kommen 500-Fahrer in Zukunft mit der stärkeren Ausbaustufe, die mit einem 118-PS-Elektromotor und einem 37,3-kWh-Akku (netto) bestückt ist. Damit gehen sich laut Datenblatt zwischen 298 und 321 Kilometer Reichweite (WLTP) aus. Nicht allzu groß ist der Unterschied bei der Beschleunigung: Die Basis benötigt für den Sprint von null auf 100 km/h 9,5 Sekunden, die Topvariante 9,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt im ersten Fall bei 135 km/h, im zweiten Fall bei 150 km/h.

Mütter und Väter werden sich darübe­r freuen

Fiat bietet den neuen Cinquecento als dreitürigen Hatchback, als zweitüriges Cabrio und – zur großen Überraschung – als 3+1-Türer an. Diese Version hat auf einer Seite eine kleine, hinten angeschlagene Fondtür, um den Zugang zur zweiten Sitzreihe zu erleichtern. Mütter und Väter werden sich darübe­r freuen, dass sie somit ihre Kinder hinten bequemer anschnallen können.

Der Blick in die brandneue Preisliste offenbart, dass Fia­t bestrebt ist, vor allem die leistungsfähigere Version des elektrischen 500 zu verbreiten, denn die 95-PS-Spielart ist nur für den Hatchback in der Basisausstattung Action vorgesehen (ab 24.990 Euro). Darüber rangieren die Equipment-Niveaus Passion, Icon und La Prima, die dem 118 PS starken Motor vorbehalten sind. Hier startet der Hatchback Passion mit 28.390 Euro, das Cabrio Passion mit 31.390 Euro und der 3+1 Passion mit 30.390 Eur­o. Den Rechner Marchionn­e würde die Kalkulation wohl freuen. (hösch)


Kommentieren


Schlagworte