Drogen-Großprozess am Landesgericht Klagenfurt gestartet

Unter strengen Corona-Auflagen hat am Dienstag ein Drogen-Großprozess am Landesgericht Klagenfurt begonnen. 20 Männern, sie alle stammen aus Afrika, wird Drogenhandel im großen Stil vorgeworfen, sie sollen Heroin und Kokain im Kilobereich verkauft haben. Wegen der Schwere der Delikte drohen den Anführern des Drogenrings zehn bis 20 Jahre beziehungsweise lebenslange Haft. Für den Geschworenenprozess sind vorerst 20 Verhandlungstage anberaumt.

Zu Beginn der Verhandlung machte Richter Alfred Pasterk, der dem Geschworenensenat vorsitzt, auf die umfangreichen Regelungen laut dem Corona-Sicherheitskonzept aufmerksam. Der Saal, in dem die 20 Angeklagten mit ihren Verteidigern, Justizwachebeamte, 15 Geschworene, Richter, Staatsanwältin und Dolmetscher sitzen, hatte extra umgebaut werden müssen, um die Sicherheitsabstände gewährleisten zu können.

Da der Saal mit den Prozessbeteiligten bereits voll ist, wird die Verhandlung über einen Livestream in einen anderen Saal übertragen, in dem Pressevertreter und Zuschauer sitzen. Der Verhandlungssaal muss regelmäßig für mehrere Minuten gelüftet werden. Die Geschworenen, die Angeklagten und die Verteidiger betreten und verlassen den Raum jeweils über verschiedene Eingänge, um einen Kontakt der Gruppen so gut es geht zu vermeiden.

Die Verhandlung wurde mit der Überprüfung der persönlichen Daten der Angeklagten begonnen. Ein Urteil wird nicht vor Ende Jänner 2021 erwartet.

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