Tausende fordern Geld zurück: VKI erwirkte Entscheidung zu Preisanpassung

TIWAG-Kunden können Rückforderungen anmelden.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck, Wien – Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat beim Obersten Gerichtshof eine Grundsatzentscheidung zu unzulässigen Preisanpassungsregelungen in den allgemeinen Lieferbedingungen österreichischer Energieversorgungsunternehmen erwirkt. Damit fiel die Grundlage für vergangene Preiserhöhungen weg, die nun zurückerstattet werden müssen, betroffen ist auch die Tiwag. Diese verschickte jetzt ein Schreiben an ihre Kunden, in dem von einem Pauschalvertrag die Rede ist.

Für manche überraschend wird dieser aber nicht einfach rücküberwiesen, sondern kann in Form eines Gutscheins angefordert und bei einem Elektrounternehmen eingelöst werden. Die zweite Möglichkeit ist die Beteiligung an der Sammelaktion des VKI, dazu ist bis 10. Jänner die Anmeldung im Internet unter www.verbraucherrecht.at/tiwag nötig. Man muss dort einen Link anklicken und seine Daten eingeben.

Ulrike Wolf, Leiterin der Abteilung Aktionen und Recht beim VKI, verteidigt die von einigen als kompliziert empfundene Vorgangsweise: „Schon etliche tausend Kunden aus Tirol haben sich dafür angemeldet, das funktioniert problemlos.“ Aus einer unzulässigen Preisanpassungsklausel ergibt sich außerdem noch kein Rückerstattungsanspruch. „Das sieht das Gesetz nicht vor, trotzdem wurde mit der Tiwag ein guter Vergleich gefunden.“ (ms)

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren


Schlagworte