In Italien tritt am Donnerstag Lockdown Light in Kraft

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat in der Nacht auf Mittwoch neue restriktive Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Er unterzeichnete eine Verordnung, die ab Donnerstag in Kraft tritt und bis zum 3. Dezember gültig sein wird. Kernelement des neuen Dekrets ist eine italienweit geltende Ausgangssperre von 22.00 bis 5.00 Uhr. Bisher hatten lediglich einige Regionen nächtliche Ausgangssperren eingeführt.

Museen und Ausstellungen werden geschlossen. Für öffentliche Transportmittel wird eine Obergrenze eingeführt, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Einkaufszentren sind am Wochenende geschlossen. Lebensmittelläden, Apotheken und Zeitungskiosken bleiben offen. Home-Office wird in höchstem Ausmaß ausgedehnt. Schüler ab sechs Jahren werden in den Klassen immer Nasen- und Mundschutz tragen müssen. Der Präsenzunterricht in höheren Schulen soll weiter eingeschränkt und auf Online-Lektionen umgestellt werden.

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen laut Gesundheitsministerium am Dienstag bei 28.244 gelegen - nach 22.253 am Montag. Auch gab es 353 Todesfälle, so viele wie seit Mai nicht mehr. Die Zahl der verstorbenen Infizierten in Italien seit Beginn der Epidemie im Februar stieg somit auf 39.412. Innerhalb von 24 Stunden wurden 182.287 Tests durchgeführt.

Unterdessen bleibt auch in Deutschland die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter hoch: Innerhalb eines Tages sind 17.214 neue Fälle an das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg in dem 83-Millionen-Einwohner-Land um 151 auf insgesamt 10.812.

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„Aktuell ist eine zunehmende Beschleunigung der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, heißt es im Lagebericht des RKI vom Dienstagabend. Auf eine zumindest leichte Abflachung des Anstiegsweisen die R-Werte hin, die in den vergangenen Tagen meist nicht mehr so deutlich über Eins liegen. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit sehr hoch sei, gebe es aber weiter eine hohe Zahl täglicher Neuerkrankungen, so das RKI.


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