Schwere Aufgabe: Wolfsberg trifft auf Zagreb und einen unsichtbaren Gegner

In Wolfsberg grassierte vor dem Europa-League-Match in Zagreb das Coronavirus. Der LASK muss nach Antwerpen, Rapid ist klarer Favorit.

WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer kann auch böse schauen.
© gepa

Zagreb, Wien, Antwerpen – Vor dem Europa-League-Auftritt des WAC bei Dinamo Zagreb sind beide Teams von einer Welle positiver Coronatests überrascht worden. Wie die Wolfsberger kurz vor der Abreise nach Zagreb bekannt gaben, schlugen die Tests bei insgesamt acht Spielern und Betreuern an. Dinamo hatte Stunden davor von fünf neu mit dem Coronavirus infizierten Spielern berichtet. Bei den Kroaten fällt auch Cheftrainer Zoran Mamic für das Aufeinandertreffen heute (21 Uhr/live DAZN) aus.

Namen wurden auf beiden Seiten keine genannt, die Vorbereitung auf die Partie dürfte aber empfindlich gestört sein. Dabei reisten die Wolfsberger durchaus optimistisch nach Zagreb. Als Underdog gestartet, haben die Lavanttaler in der Europa League überrascht. Vier Zähler aus den Partien gegen ZSKA Moskau und Feyenoord Rotterdam – der WAC steht aktuell an der Spitze der Gruppe. Dort sieht sich eigentlich Dinamo Za­greb, Kroatiens Serienmeister mit Erfahrung in der Champions League ist heute der Gastgeber, drei Wochen später steht in Klagenfurt das zweite Aufeinandertreffen auf dem Programm. Die Außenseiterrolle nimmt der WAC gerne an. „Sie haben starke Einzelspieler, aber auch ein Kollektiv mit wenig Schwächen“, meinte Trainer Ferdinand Feldhofer. Der 41-Jährige betonte jedoch: „Wir haben aber auch unsere Qualitäten.“ Österreich-Bezug hat im Zagreb-Kader Marin Leovac. Der in Niederösterreich aufgewachsene Linksverteidiger (32) spielte lange für die Wiener Austria.

🔗>>> Acht WAC-Akteure vor Europacup-Match in Zagreb mit Coronavirus infiziert

In der Gruppe J liegt nach zwei Spielen indes überraschend Royal Antwerpen an der Tabellenspitze, heute (21 Uhr/live Puls 4) gastiert der LASK beim belgischen Cupsieger und könnte mit einem Erfolg oder zumindest einem Unentschieden das Aufstiegsrennen zu einem Dreikampf machen. „Es wird eng werden“, weiß Trainer Dominik Thalhammer.

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Europa League

Gruppe A:

AS Roma - Cluj 18.55 Uhr

YB Bern – CSKA Sofia 18.55 Uhr

Gurppe B:

Rapid - Dundalk 18.55 Uhr live auf DAZN

Arseanl - Molde 21 Uhr

Gruppe C:

Beer Sheva – Leverkusen 18.55 Uhr

Slavia Prag – OGC Nizza 18.55 Uhr

Gruppe D:

Benfica – Glasgow Rangers 18.55 Uhr

Lech Posen – St. Lüttich 18.55 Uhr

Gruppe E:

O. Nikosia – Granada 18.55 Uhr

PAOK Saloniki – Eindhoven 18.55 Uhr

Gruppe F:

Real Sociedad – Alkmaar 18.55 Uhr

Rijeka – Napoli 18.55 Uhr

Gruppe G:

Leicester – Braga 21.00 Uhr

Luhansk – AEK Athen 21.00 Uhr

Gruppe H

AC Milan – Lille 21.00 Uhr

Celtic – Sparta Prag 21.00 Uhr

Gruppe I:

Sivasspor – Quarabag 18.55 Uhr

Villarreal – M. Tel Aviv 21.00 Uhr

Gruppe J:

Rasgrad - Tottenham 18.55 Uhr

Antwerpen - LASK 21.00 Uhr live auf PULS 4 und DAZN

Gruppe K:

Feyenoord - ZSKA Moskau 21.00 Uhr

Zagreb - WAC 21.00 Uhr live auf DAZN

Gruppe L:

RS Belgrad – Gent 21.00 Uhr

Hoffenheim – Liberec 21.00 Uhr (live RTL Nitro)

Die Linzer treffen auf eine Mannschaft mit ähnlicher Spielweise und auch mit ähnlich viel Selbstvertrauen, auch wenn Antwerpen zuletzt in der heimischen Meisterschaft die Tabellenführung mit einer undankbaren Niederlage verspielt hat und auf Rang fünf zurückgefallen ist. Denn international hat „The Great Old“, der älteste Fußballverein des Landes, nach einem 2:1 gegen Rasgrad und einem 1:0 vergangene Woche gegen Tottenham eine makellose Bilanz. Lior Refaelov erzielte in beiden Spielen ein Tor, der Israeli bildet mit Dieumerci Mbokani aus dem Kongo, in der vergangenen Saison Torschützenkönig in Belgien, ein schlagkräftiges Sturm-Duo.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt stehen in Gruppe K die Chancen von Rapid Wien gut, erstmals anzuschreiben. Die Hütteldorfer bekommen es heute (18.55 Uhr, live DAZN) im Allianz Stadion mit dem irischen Vertreter Dundalk, der so wie die Wiener seine bisherigen zwei Europa-League-Matches verloren hat, zu tun, für den alleine schon die Teilnahme an der Gruppenphase ein Erfolg ist.

Laut Österreichs einzigem Legionär in Irland, Ex-Wacker-Kicker Alexander Kogler, sind die Rollen klar verteilt. „Es kann zwar eine spannende Partie werden, aber Rapid ist spielerisch besser und Favorit“, sagte der Profi von Finn Harps. (APA, t.w.)


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