In Italien tritt am Donnerstag Lockdown Light in Kraft

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen am Mittwoch von 28.244 auf 30.550 gestiegen. Auch gab es 352 Todesfälle. Italiens Regierung plant wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen ab Donnerstag. So will die Regierung Lockdowns in Corona-Hotspots beschließen. Der Regierungschef Giuseppe Conte kündigte eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr an. Einkaufszentren sollen am Wochenende geschlossen werden.

Von der Maßnahme ausgenommen seien Lebensmittelgeschäfte, Trafiken, Zeitungskioske und Apotheken, die sich dort befinden. Museen und Ausstellungen werden geschlossen. Ebenso ist eine Reduzierung der Plätze in den öffentlichen Verkehrsmitteln um 50 Prozent vorgesehen. Fernunterricht soll ausgedehnt werden.

Home-Office wird in höchstem Ausmaß ausgedehnt. Schüler ab sechs Jahren werden in den Klassen immer Nasen- und Mundschutz tragen müssen. Der Präsenzunterricht in höheren Schulen soll weiter eingeschränkt und auf Online-Lektionen umgestellt werden.

Die USA verzeichneten am Dienstag - dem Tag der Wahl - mit mehr als 91.000 Corona-Neuinfektionen den bisher zweithöchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwoch hervor. Der davor höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 99.000 Ansteckungen registriert wurden. In den USA sind bisher mehr als 232.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

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Indes hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Polen erstmals die Marke von 24.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 24.692 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 3.952) in der Region Großpolen im Westen das Landes, wie das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 373 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie noch nie zuvor.

Polen reagierte auf die Corona-Infektionszahlen mit einem erneuten Teil-Lockdown. „Die Pandemie wird immer schlimmer, deshalb müssen wir entschlossen reagieren“, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch bei einer virtuellen Pressekonferenz. Sollten die Beschränkungen keine Wirkung zeigen, müsse „in einer Woche, in zehn Tagen“ eine „landesweite Quarantäne“ verhängt werden, erklärte Morawiecki. „Das wird sehr schmerzhaft sein.“

Ab Samstag müssen jetzt erst einmal die meisten Geschäfte in Einkaufszentren schließen. Nur Supermärkte, Apotheken und Friseursalons dürfen offen bleiben. Auch Kinos, Theater und Galerien werden geschlossen. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Nachdem bereits ältere Schüler und Studenten auf Fernunterricht umsteigen mussten, ordnete die Regierung dies nun auch für die Klassen eins bis drei an.

Unterdessen bleibt auch in Deutschland die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter hoch: Innerhalb eines Tages sind 17.214 neue Fälle an das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg in dem 83-Millionen-Einwohner-Land um 151 auf insgesamt 10.812.

„Aktuell ist eine zunehmende Beschleunigung der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, heißt es im Lagebericht des RKI vom Dienstagabend. Auf eine zumindest leichte Abflachung des Anstiegsweisen die R-Werte hin, die in den vergangenen Tagen meist nicht mehr so deutlich über Eins liegen. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit sehr hoch sei, gebe es aber weiter eine hohe Zahl täglicher Neuerkrankungen, so das RKI.


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