Biden sieht sich auf dem Weg zum Wahlsieg

Joe Biden steht bei der US-Präsidentschaftswahl vor dem Sieg gegen Amtsinhaber Donald Trump. US-Medien berichten, dass Biden auch im wichtigen Staat Michigan gewonnen hat. Mit seinen 16 Wahlleuten gilt er als einer der entscheidenden für den Ausgang der Präsidentenwahl. Der demokratische Kandidat Biden würde damit bei 264 von 270 notwendigen Wahlmännern liegen. Ein Sieg in Nevada würde Biden nun reichen. Er selbst zeigte sich bereits siegessicher.

Biden erklärte zwar nicht, dass er die Wahl gewonnen habe. Aber wenn die Auszählung beendet sei, werde er als Sieger feststehen, sagte der Trump-Herausforderer am Mittwoch in Delaware. „Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen.“ Biden betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle.

Kurz zuvor war das Wahlkampfteam von Trump vor Gericht gezogen, um eine weitere Stimmenauszählung in Michigan und Pennsylvania vorübergehend zu verhindern. Während Trump in Michigan lange Zeit nur knapp hinter Biden lag, hält Trump in Pennsylvania nach Auszählung von 82 Prozent der Stimmen mit 52,7 Prozent vergleichsweise deutlich vorne. Allerdings sind dort noch mehr als eine Million Stimmen auszuzählen.

Den Republikanern sei es in Michigan in mehreren Wahllokalen verwehrt worden, die Öffnung von Wahlbriefen und die Auszählung von Stimmen zu beobachten, begründete Wahlkampfmanager Bill Stepien den Gang vors Gericht. Damit sei gegen ein gesetzlich verbrieftes Recht in diesem US-Staat verstoßen worden. In der Klage wird verlangt, die Auszählung von Stimmen solange zu stoppen, bis der Zugang zu den Wahllokalen gewährleistet sei. Auch müssten die ohne Beobachtung geöffneten Wahlbriefe neu überprüft werden.

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Vor dem Sieg in Michigan hatten Biden auch den umkämpften US-Staat Wisconsin gewonnen und sich damit zehn Wahlleute gesichert. Bei der Wahl 2016 hatte sich Trump im nordöstlichen Wisconsin noch mit 0,7 Prozentpunkten Vorsprung sehr knapp vor seiner damaligen demokratischen Rivalin Hillary Clinton durchsetzen.

Während in Wisconsin also Biden gewonnen hat, steht in Pennsylvania noch die Auszählung von mehr als einer Million abgegebener Stimmen aus. Hier hatten Verantwortliche eingeräumt, dass es schlimmstenfalls noch Tage bis zu einem Ergebnis dauert. In Pennsylvania führte nach Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen Amtsinhaber Trump. Auch in Georgia und mit einigem Abstand North Carolina hatte Biden noch geringe Chancen auf Überraschungen in letzter Minute, weil unter anderem noch in der Großstadt Atlanta viele Stimmen ausstanden. In beiden Staaten führte Trump nach Auszählung von über 90 Prozent der Stimmen knapp.


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