Facebook setzt bei Kampf gegen Hasspostings auf Technologie

Facebook will sich für Minderheiten einsetzen und mit Künstlicher Intelligenz auch Fake News einbremsen. Das erklärt Tino Krause, Chef des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook in der Region Deutschland-Österreich-Schweiz.

MCI-Rektor Andreas Altmann (links) im Live-Talk mit dem Facebook-Chef für Deutschland-Österreich-Schweiz, Tino Krause.
© MCI/Geisler

Innsbruck – Tino Krause, Chef des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook in der Region Deutschland-Österreich-Schweiz, wäre einer der Referenten des heuer wegen Corona abgesagten Tiroler Wirtschaftsforums gewesen. Im virtuellen Live-Talk mit MCI-Rektor Andreas Altmann kündigte Krause an, die Digitalisierung und den Umgang mit Innovation vorantreiben zu wollen. Wer in Digitalisierung nicht mehr führend ist, habe künftig einen gravierenden Wettbewerbsnachteil.

Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig „die Vernetzung und neues Denken für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der kleinen und mittelständischen Unternehmen als Rückgrat der gesamten Wirtschaft ist“. Im Lockdown habe sich die Nutzung digitaler Medien verdoppelt.

Arbeitswelt steht vor neuen Herausforderungen

Laut Krause steht die neue Arbeitswelt durch die stark gestiegene Nutzung von Home-Office vor neuen Herausforderungen. Man müsse jetzt darauf achten, dass aus der physischen Distanz der Mitarbeiter keine soziale Distanz entstehe und daher den Umgang miteinander „menschlicher, offener und transparenter gestalten“. Auch der Einsatz von erweiterter und künstlicher Realität soll künftig dabei eine Rolle spielen. Bei Facebook sollen künftig etwa 50 Prozent der Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten.

Welche Rolle soll Facebook künftig spielen? „Wir sehen uns aus unserer Mission heraus als Plattform, die es Menschen ermöglicht, zusammenzukommen und starke Gemeinschaften aufzubauen, und die auch Minderheiten eine starke Stimme gibt“, sagt Krause. Letztendlich gehe es um die Demokratisierung von Information und Kommunikation. Die ständige Weiterentwicklung der Technologie sei der Schlüssel zum Erfolg, um die täglichen Herausforderungen wie etwa Hass­postings und Fake News zu bewältigen. Die Verbesserung von Künstlicher Intelligenz soll dabei entscheidend helfen. „Aber auch der Mensch muss Empathie einbringen, die künstliche Systeme nicht leisten können.“ (TT)


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