Feingefühl für Unbequemes beim Internationalen Filmfestival Innsbruck

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Der angolanische Spielfilm „Ar Condicionado“ holte den beim Internationalen Filmfestival Innsbruck vergebenen Filmpreis des Landes Tirol.
© Geracao

Innsbruck — Der angolanische Spielfilm „Ar Condicionado" von Regisseur Fradique wurde beim 29. Internationalen Filmfestival Innsbruck (IFFI) mit dem Filmpreis des Landes Tirol in Höhe von 5500 Euro ausgezeichnet. Das Feingefühl, mit dem der Film unbequeme und schmerzhafte Themen behandle, sei außergewöhnlich, begründete die Jury. In „Ar Condicionado" mündet der Ausfall zahlreicher Klimaanlagen in Luanda in eine wilde Odyssee durch die angolanische Hauptstadt.

Der von der Stadt Innsbruck gestiftete, mit 3000 Euro dotierte Dokumentarfilmpreis ging an „Chão" von der brasilianischen Regisseurin Camila Freitas. Die italienisch-indisch-rumänische Koproduktion „A Rifle And A Bag" erhielt eine Lobende Erwähnung der Jury.

Den von einer Jugendjury vergebenen Südwind-Preis (1000 Euro) erhielt die afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat für ihren Film „Parwareshgah".

Wegen des Veranstaltungsverbots zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie konnte 2020 nur eine Auswahl des geplanten Programms online gezeigt werde. Auch die Jurys tagten via Videoschaltung. Die Siegerfilme sollen so bald wie möglich auch im Kino präsentiert werden.

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Das 30. IFFI soll von 19. bis 24. Mai 2021 stattfinden. (TT)

Pino Solanas
1936–2020

Paris – Der argentinische Filmemacher Fernando „Pino“ Solanas ist am Freitag im Alter von 83 Jahren in Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Solanas zählte zu den bedeutendsten Regisseuren Lateinamerikas. Sein Debüt „La Hora de los Hornos“ gilt als Klassiker des so genannten „Dritten Kinos“, dem beim heurigen IFFI eine Retrospektive gewidmet gewesen wäre. (jole)


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