Politische Gespräche zur Zukunft Libyens beginnen in Tunis

Nach wochenlanger Vorbereitung beginnen die Parteien im Konflikt um Libyen am Montag neue politische Gespräche unter UNO-Vermittlung in Tunesien. Bei den persönlichen Treffen wollen die gut 70 Teilnehmer in Tunis unter anderem über den Weg zu möglichst raschen Wahlen in dem Bürgerkriegsland sprechen. Sie wollen auch über mögliche Wege zu einer Einheitsregierung diskutieren und über rechtliche sowie Verfassungsfragen.

Anders als etwa bei der Berliner Libyen-Konferenz vor knapp einem Jahr handelt es sich nicht um internationale, sondern rein innerlibysche politische Gespräche.

In dem nordafrikanischen Land herrschen seit dem mit westlicher Hilfe erfolgten Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Gewalt und Chaos vor. Die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fayez al-Sarraj in der Hauptstadt Tripolis ringt dabei mit General Khalifa Haftar um die Macht, der von einem Gegenparlament im Osten Libyens unterstützt wird. Internationale Bemühungen, den Konflikt beizulegen, blieben bisher erfolglos. Die rivalisierenden Seiten des Bürgerkriegs hatten Mitte Oktober in Genf unter UNO-Vermittlung einen Waffenstillstand unterzeichnet.


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